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Generationenwechsel im Handwerk ermöglichen und nachhaltig Fachkräfte sichern

Pressemitteilung vom 26.05.2010

EFRE-Projekt des Monats: die Kreishandwerkerschaft Niederlausitz, Finsterwalde: In den nächsten fünf bis zehn Jahren stehen in rund 3.000 brandenburgischen Handwerksbetrieben nicht abgesicherte Generationenwechsel an. Leistungsstarke Auszubildende sowie junge Gesellinnen und Gesellen können sich ausbildungs- und berufsbegleitend weiter qualifizieren, um sich frühzeitig und bedarfsgerecht auf eine Führungsposition vorzubereiten.

Finsterwalde. Um geeignete Betriebsnachfolgen zu finden und Zusatzqualifizierungen anbieten zu können, haben regionale Unternehmen in der Niederlausitz und im Elbe-Elster-Land 2008 das Projekt "Fit für die Unternehmensnachfolge im Handwerk" unter dem Dach der Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft ins Leben gerufen.

Erfolgreiches Modellprojekt mit EU-Förderung
Im September 2009 konnten die ersten 11 Teilnehmer die Fortbildung "Technischer Fachwirt/Fachwirtin (HWK)", die aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wurden, erfolgreich abschließen und ihre Urkunden entgegen nehmen. Diese jungen Handwerkerinnen und Handwerker werden von der Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft in Verbindung mit der Handwerkskammer Cottbus auch weiter betreut. Jetzt stehen die nachfolgende Meisterausbildung und später die Heranführung an die Übernahme eines Handwerksbetriebs auf der Agenda.

Seit November 2009 lassen sich 51 weitere Auszubildende sowie junge Gesellinnen/Gesellen zum "Technischen Fachwirt (HWK)" ausbilden - aufgrund der großen Teilnehmerzahl an drei Standorten: in Elsterwerda, Lauchhammer und Finsterwalde.

Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, betont: "Die auf Unternehmenspatenschaften gründende Zusatzqualifizierung hilft dabei, geeignete Betriebsnachfolger zu finden. Das Modellprojekt war höchst erfolgreich und hat sich inzwischen verstetigt: Seit 2009 wird es weitergeführt und bis 2012 erneut mit EFRE-Mitteln gefördert."

"Durch das über die ILB geförderte Projekt kann in dem handwerklich geprägten Südbrandenburg den großen Herausforderungen des demografischen Wandels wirkungsvoll begegnet werden. Zugleich wird durch die Förderung ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung im Land Brandenburg geleistet." so Klaus-Dieter Licht, Vorstandsvorsitzender der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB). 
Um weiteren Unternehmensnachwuchs zu gewinnen, wird an den Oberstufenzentren und in den Medien kräftig geworben - die aktuelle Informationskampagne läuft seit Ende April 2010. Inzwischen wurde das Fortbildungsmodell wegen der hohen Nachfrage auch auf kaufmännische Berufe erweitert.

Die Qualifizierungskampagne für den Nachwuchs im Handwerk blieb nicht unbemerkt: Der Lausitzer Förderpreis "Stark für die Lausitz" 2008, der Weiterbildungs-Innovations-Preis 2009 und der DAVID 2009 wurden der Initiative verliehen. Veröffentlicht wurde die Initiative im Buch ManagerSeminare 2010 "Das Jahrbuch der Management-Weiterbildung" als Best Practice in PR und Training (Seiten 144-148).

Auch die erste Unternehmensnachfolge bahnt sich an, erläutert Ellen Lösche, Geschäftsführerin der Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft, "Mit Anne Semrau, die in absehbarer Zeit ihre Meisterausbildung abschließen wird, kann aus der Maßnahme heraus die erste konkrete Unternehmensnachfolge realisiert werden.

Seit 2009 stellen das Wirtschaft- und Europaministerium und die ILB monatlich EFRE ko-finanzierte Projekte vor. Aktuelles Projekt des Monats ist die Kreishandwerkerschaft Niederlausitz. Zudem informiert eine Wanderausstellung "EFRE. Brandenburg in Bestform." an 30 Orten in ganz Brandenburg über bereits erreichte Resultate der EU-Förderung in Brandenburg und erläutert Schwerpunkte und Ziele der Förderung. Der Tourplan sowie weitere Infoblätter zu Projekten des Monats befinden sich auf der Seite www.efre.brandenburg.de.

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Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten
Pressesprecher
Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam

Matthias Haensch

InvestitionsBank des Landes Brandenburg
Unternehmensstrategie/ Kommunikation
Pressesprecher

Tel.: 0331 660-1505
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