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Mittwoch, 26. Januar 2011

EFRE. Nachhaltig Entwicklung fördern.

- Halbzeitbilanz des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung -

- Konferenz zur Nachhaltigkeit der EU-Förderung in Brandenburg -

Rund 280 Experten aus Forschung, Politik und Wirtschaft kommen morgen (27.1.) in Potsdam zur Konferenz "EFRE. Nachhaltig Entwicklung fördern." zusammen. Bei der Veranstaltung wird bilanziert, was zur Halbzeit der aktuellen Förderperiode mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Land Brandenburg erreicht werden konnte. Zugleich werfen die Teilnehmer einen Blick auf die Zukunft der europäischen Kohäsionspolitik.

"Der nachhaltige Einsatz von EU-Mitteln gewinnt zunehmend an Bedeutung. Aus diesem Grund setzen wir auf alternative Finanzierungsinstrumente, beispielsweise in Form revolvierender Fonds wie etwa beim Frühphasenfonds oder beim Brandenburg-Kredit Mezzanine. Nach Rückfluss der EU-Mittel stehen diese dem Land auch nach Ende der Förderperiode im Jahr 2013 für weitere Finanzierungen zur Verfügung und ermöglichen auch zukünftig eine gezielte Wirtschaftsförderung", sagte Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers im Vorfeld der Konferenz.

Seit Beginn der laufenden EU-Förderperiode 2007 wurden in Brandenburg 992 Millionen Euro für rund 3.500 Projekte aus dem EFRE bewilligt. Die größtenteils über die InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) ausgereichten Mittel bewirkten Investitionen in Höhe von 2,7 Mrd. Euro von Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen.

"Der nachhaltige und haushaltsschonende Einsatz von Fördermitteln wird sich auf das ILB-Angebot zunehmend auswirken: Für die Zukunft erwartet die ILB eine Veränderung hin zu mehr Förderkrediten, mehr Eigenkapitalangeboten und weniger Zuschüssen", erklärte Tillman Stenger, Vorstandsmitglied der ILB.

Die Konferenz "EFRE. Nachhaltig Entwicklung fördern." wird über den Webstream http://www.efre-konferenz-2011.eu live übertragen. Neugierige können sich dort ein Bild von den Inhalten der Konferenz machen. "So schaffen wir Transparenz und schlagen die Brücke zwischen europäischer Politik und regionalen Belangen", sagte Minister Christoffers.

Veranstaltungsort der Konferenz ist die Waschhaus Arena in der Potsdamer Schiffbauergasse. Dieser Standort wurde mit insgesamt rund 20 Millionen Euro aus Mitteln des EFRE kofinanziert. Gefördert wurden dort zum Beispiel Projekte wie der Aufbau des Zentrums für Soziokultur, der Uferradweg und Unternehmen wie Oracle und das VW Design Center.

Das vollständige Programm der Konferenz ist hinterlegt auf der Seite: http://www.efre.brandenburg.de

Fakten zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Brandenburg stehen seit 1991 EFRE-Mittel in Höhe von rund 4,5 Mrd. Euro zur Verfügung. Jährlich werden etwa 1.000 Projekte mit EFRE-Mitteln kofinanziert. Insgesamt folgt der Einsatz der EFRE-Mittel der Landesförderstrategie "Stärken stärken". Das bedeutet: Unterstützung von Standorten mit großem wirtschaftlichen bzw. wissenschaftlichen Potenzial sowie der Wirtschaftszweige mit großen Entwicklungschancen.

Mit den Projekten des Monats wurden ausgewählte Beispiele für EFRE kofinanzierte Projekte vorgestellt. 2010 waren dies:

  • All resist GmbH, Strausberg: High-Tech und nachhaltige Unternehmenspolitik
  • Robeta Holz OHG, Milmersdorf: Holzqualität aus nachhaltiger Forstwirtschaft
  • Kreishandwerkerschaft Niederlausitz, Finsterwalde: Generationenwechsel im Handwerk absichern
  • Stadt Falkenberg/Elster: Neue Arbeitsplätze und neue Energien
  • Stadt Falkensee: Dynamische Kommune - ÖPNV in Bewegung
  • Bombardier Transportation GmbH, Hennigsdorf: Schadstoffarm und effizient auf der Schiene
  • Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH): Grüne Studieninhalte im Mittelpunkt
  • Stadt Neuruppin: Neue Nutzung für Altes Gymnasium
  • PROGEO Monitoring GmbH, Großbeeren: Nachhaltigkeit braucht dichte Dächer
  • Kommunaler Abfallentsorgungsverband "Niederlausitz", Lübben (Spreewald): Moderne Abfallwirtschaft im Spreewald

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