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Donnerstag, 17. Februar 2011

Ideen, die die Welt bedeuten

Siegerteams der ersten Stufe des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg 2011 im Potsdamer Hans Otto Theater ausgezeichnet

"Vorhang auf" hieß es am Donnerstagabend im Potsdamer Hans Otto Theater für die zehn Gewinnerteams der ersten Wettbewerbsstufe des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) 2011. Prämiert wurden die überzeugendsten Businesspläne zu den Kapiteln Geschäftsidee und Gründer(-Team). Dabei bildete die Theaterbühne eine denkbar passende Kulisse, denn es hatten sich dieses Jahr besonders kreative Geschäftskonzepte durchsetzen können: vom modularen Gitarrenbau und einem Dating-Format mit Improvisationstheater bis hin zur 3D-Visualisierung von Pflanzenmodellen.

Ausgezeichnet wurden die Siegerteams durch Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, Almuth Hartwig-Tiedt, Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen Berlin sowie Klaus-Dieter Licht, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank des Landes Brandenburg und Gastgeber des Abends. Zu den Laudatoren zählten außerdem Johannes Werner, Vorsitzender des Vorstandes der Mittelbrandenburgischen Sparkasse sowie Michael von Bronk, Personalvorstand Vattenfall Europe Mining AG und Vattenfall Europe Generation AG. Neben der Ehrung konnten sich die jeweils fünf Gewinnerteams aus den Bewertungskategorien [BPWtechnology] und [BPWservice] über ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro freuen.

Die feierliche Prämierung war der erste Höhepunkt der dreistufigen Gründerinitiative, die bereits im 16. Jahr Existenzgründer/innen der Region kostenlos bei der Entwicklung eines Businessplans unterstützt. Bis zum 8. März können alle angehenden Unternehmer/innen wiederum ihren Businessplan beim BPW einreichen und so an der zweiten Phase des Wettbewerbs teilnehmen.

Gewinner der Kategorie [BPWservice]

Platz 1: Modbird

Thade Precht, Thomas Schöner und Nils Gründl sind das Team von Modbird. Die drei Absolventen der Bauhaus-Universität Weimar haben ein modulares Produktsystem für elektrische Gitarren entwickelt, das eine individuelle Zusammenstellung des Instruments nach den Bedürfnissen des Musikers ermöglicht. Die Gründung ist in Berlin oder Brandenburg geplant.

Platz 2: Personology UG

Personology wurde im August 2010 von Bert Szilagyi und Maximilian Modl in Berlin gegründet. Das Start-up bietet innovative Video-Personalisierung und Softwareentwicklung für personalisiertes Online-Marketing. Der Endkunde kann online sein eigenes Bild hochladen und wird dadurch zum Hauptdarsteller eines Werbevideos, das sich viral im Internet verbreitet und das Branding des werbenden Unternehmens unterstützt.

Platz 3: improdating

Schauspieler, Regisseur und Kommunikationstrainer und -coach ist Gründer Michèl Keller, der mit improdating eine Mischung aus Improvisationstheater und Dating entwickelt hat. Mit dem Konzept sollen Partnersuchende zum Lachen und in Kontakt gebracht werden und sich auf diese Art leicht und spielerisch kennen lernen. Vielfältige Seminarthemen und Coachings runden das Gesamtangebot der Berliner Firma ab.

Platz 4: Verena Mosen Trainerin für Zivile Konfliktbearbeitung und Transkulturelles Lernen

Gewaltfrei Konflikte lösen ist das Ziel von Verena Mosen Trainerin für Zivile Konfliktbearbeitung und Transkulturelles Lernen mit Sitz in Berlin. Mit verschiedenen analytischen und systemischen Methoden wie der Gestalttherapie oder Theaterpädagogik werden in ihren Seminaren und Trainings ganzheitliche und nachhaltige Konfliktlösungsmodelle erarbeitet.

Platz 5: vismath GmbH

Die Berliner vismath GmbH bietet ein breites Produktportfolio mathematischer Inhalte in verschiedenen Formaten. Auf der Online-Plattform vismath.de wird Mathematik allgemeinverständlich und faszinierend präsentiert. Das Angebot des Gründertrios Simon Krohn, Anne Kahnt und Tobias Pfeiffer richtet sich an Mathematikbegeisterte, Lehrer, Schulen und Institutionen mit dem Ziel, Mathematik neu erlebbar zu machen.

Gewinner der Kategorie [BPWtechnology]

Platz 1: Symplektikon

Symplektikon entwickelt und vermarktet innovative Blindenhilfsmittel, die den Nutzer in die Lage versetzen, selbstständig an aktuelle Informationen aus dem Internet oder den Printmedien zu gelangen. Mit der Einbindung von kamerabasierten Bildverarbeitungsverfahren und aktuellen Informationen aus dem Internet über eine Benutzerschnittstelle ist den Berliner Gründern Dr. Sime Pervan, Fabian Ruff, Bastian Hecht und Roman Guilbourd eine Innovation gelungen.

Platz 2: VIRTENIO

Das Berlin-Brandenburger Team von VIRTENIO entwickelt, produziert und vertreibt energieminimale Miniaturcomputer für drahtlose Sensornetzwerke. Das Angebot der vier Gründer Dr.-Ing. Henri Kretschmer, Stefan Ziegler, Torsten Hüter und Thomas Henn umfasst eine Kombination aus hochleistungsfähiger Hardware, einer innovativen Betriebssoftware sowie Dienstleistungen.

Platz 3: Laubwerk GmbH

Die Geschäftsidee von Laubwerk aus Berlin ist die Entwicklung und Vermarktung von leistungsfähigen Softwareerweiterungen (Plug-ins) zur 3D-Visualisierung von Pflanzenmodellen in höchster Realitätsnähe. Die Gründer Philip Paar, Timm Dapper, Jalda Schaback und Dr. Wieland Röhricht wenden sich mit ihrer neuartigen Softwaretechnologie in erster Linie an Architekturvisualisierer, Architekten und Landschaftsarchitekten.

Platz 4: TRIFENSE GmbH

Die von TRIFENSE entwickelten intelligenten Sicherheitslösungen zur Echtzeiterkennung und Abwehr von Hackerangriffen schützen IT-Infrastrukturen vor unbekannten Angriffen, die gezielt gegen ein Unternehmen oder eine Organisation eingesetzt werden. Hinter der Gründung stehen mit den Brandenburgern Patrick Düssel, Christian Gehl und René Gerstenberger drei Informatik-Absolventen der Universität Potsdam.

Platz 5: SpreeLabs

Helmut von Keyserling, Thomas Bergmann und Moritz Wiesel wollen mit SpreeLabs eine kostengünstige Temperaturreferenzplatte ("DNA-Thermometer") und eine dazugehörige Software anbieten, die Ergebnissicherheit und ein lückenloses Qualitätsmanagement in der molekularbiologischen Diagnostik ermöglicht.

Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg und einer der Schirmherren des BPW: "Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg steht Gründern mit Rat und Tat zur Seite. Die praxisorientierten Angebote helfen den künftigen Unternehmern, aus ihrer Geschäftsidee ein tragfähiges Geschäftskonzept zu entwickeln. Die Gründer in der Hauptstadtregion haben den hohen Nutzen des BPW erkannt, das belegt die fortdauernd hohe Anzahl der Teilnehmer. Der BPW ist ein wichtiges Instrument, um den Gründergedanken in der Hauptstadtregion weiter zu stärken. Es freut mich sehr, dass die Sieger der ersten Stufe in diesem Jahr mit besonders kreativen Geschäftskonzepten punkten konnten - ist Kreativität doch eine Fähigkeit, die im unternehmerischen Alltag immer wieder aufs Neue gefragt ist."

Almuth Hartwig-Tiedt, Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen Berlin: "Der Gründungsboom in Berlin hält an. Auch im vergangenen Jahr sind wieder mehr Unternehmen gegründet als aufgegeben worden. Der erfolgreiche Businessplan-Wettbewerb ist einer der wichtigen Gründe für diese Entwicklung. Wer teilnimmt, bekommt Wissen, trifft Menschen mit Erfahrung beim Gründen und wird in ein Netzwerk aufgenommen."

Klaus-Dieter Licht, Vorsitzender des Vorstandes der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB):"Brandenburg ist dieses Jahr eine von drei "Europäischen Unternehmerregionen". Zu dieser europaweiten Auszeichnung hat auch der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg als zentrale Initiative für Gründer- und Unternehmertum in der Region beigetragen. Als einer der Organisatoren des BPW freuen wir uns über das ungebrochen große Interesse von Gründerinnen und Gründern an den Angeboten des BPW, die weit über den reinen Wettbewerb hinausgehen. 1.300 erfolgreiche Unternehmen mit 5.900 Beschäftigten sind bisher aus der Initiative hervorgegangen. Wer eine gute Gründungsidee hat und in die Tat umsetzen möchte, bekommt von uns Know-how, Kontakte und Finanzierungsangebote."

Hintergrund

Der BPW: Drei Stufen - drei Bewertungskategorien - eine Initiative

Der Wettbewerb richtet sich an alle, die eine gute Idee haben und deren Umsetzung in Berlin oder Brandenburg planen. Der BPW gestaltet sich in drei Stufen von der Idee über Marktanalyse bis hin zur Finanzierung. Jede Stufe hat zum Ziel, die Geschäftsidee weiter zu entwickeln und an die Anforderungen für einen Erfolg versprechenden Businessplan anzupassen und zu optimieren. Die Beratungsangebote sind inhaltlich auf die Schwerpunkte der jeweiligen Stufe zugeschnitten. Der Einstieg kann in jeder Stufe erfolgen.

Die Bewertung der eingereichten Geschäftskonzepte erfolgt dabei in den zwei gleichwertigen Kategorien [BPWtechnology] für technologieorientierte Produkt- und Geschäftsideen und [BPWservice] für alle anderen Ideen. In der 1. und 2. Stufe werden die besten 10 Businesspläne und in der 3. Stufe die besten 6 Businesspläne mit insgesamt 63.000 EUR prämiert. Neu im Wettbewerb 2011 ist das Kapitel Nachhaltigkeit, welches in der 3. Stufe zusätzlich mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 EUR ausgezeichnet wird.

In der dritten Kategorie [BPWstudy] können die Businesspläne, die im Rahmen einer Hochschulvorlesung erstellt werden, an gesonderten Abgabeterminen für das Wintersemester am 01.02.2011 und Sommersemester am 03.05.2011 gesammelt durch die Hochschulen eingereicht werden. Eine Prämierung erfolgt am Ende des Wettbewerbs.

Rückblick BPW 1996 bis 2010

Im Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg 2010 wurden von 1.904 Teilnehmerinnen und Teilnehmern insgesamt 885 Businesspläne entwickelt und eingereicht. Aus den Wettbewerben 1996 bis 2009 entstanden bis heute 1.313 noch bestehende Unternehmen mit 5.906 Arbeitsplätzen.

BPW Netzwerk

Der BPW wird organisiert von der Investitionsbank Berlin (IBB), der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) sowie dem UVB Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg e.V. Träger des Wettbewerbs sind die Hochschulen in Berlin und Brandenburg. Die Schirmherren des BPW sind Harald Wolf, Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen Berlin und Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg.

Der BPW dankt seinen Premiumpartnern, Partnern, Kooperationspartnern und Schirmherren, deren Unterstützung die Umsetzung des BPW erst möglich macht. Der BPW wird zum Großteil aus Mitteln von Premiumpartnern, Partnern und Eigenmitteln der Organisatoren finanziert. In Brandenburg ist für das Projekt zusätzlich eine Förderung des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vorgesehen.

Detaillierte Informationen zum Wettbewerb erhalten Sie unter: www.b-p-w.de

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