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Montag, 8. August 2011

Neues Darlehensprogramm für Film- und Medienprojekte

Filmfinanzierungsprogramm ist mit fünf Millionen Euro ausgestattet

Die brandenburgische Film- und Medienwirtschaft zählt zu den Kompetenzfeldern der deutschen Hauptstadtregion. Mehr als 300 Filme werden jährlich in der Hauptstadtregion produziert. Um die Finanzierungsmöglichkeiten für Filmproduktionen in der Medienregion weiter zu verbessern, haben das Land Brandenburg und die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) ein neues Filmfinanzierungsprogramm aufgelegt. Daraus sollen Darlehen zur Schließung von Finanzierungslücken bei in der Medienregion Berlin-Brandenburg produzierten Filmen gewährt werden. Vorgesehen sind Darlehen in einer Höhe von mindestens 100.000 Euro und maximal 500.000 Euro. Die so genannten "Gap-Finanzierungen" können von Mitte August an beantragt werden.

Das Filmfinanzierungsprogramm ist mit fünf Millionen Euro ausgesta ttet. Es wurde auf Initiative des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten sowie des Ministeriums der Finanzen durch die ILB entwickelt, um die Attraktivität des Medienstandorts Berlin-Brandenburg weiter zu steigern.

"Mit dem Filmfinanzierungsprogramm geht das Land Brandenburg neue Wege in der Medienförderung. Das neue Finanzierungsangebot wird dazu beitragen, dass die deutsche Hauptstadtregion ihre Stellung als einer der führenden Medien- und Kreativstandorte Deutschlands behaupten und möglichst noch weiter ausbauen kann", sagte Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers. Es bestehe in der Filmbranche großer Bedarf an "Gap-Finanzierungen". "Dies ergibt sich daraus, dass gegenwärtig keine derartigen Finanzprodukte der Geschäftsbanken am Markt verfügbar sind", so Christoffers weiter.

Die ILB wird sich bei der Gap-Finanzierung auf Projekte konzentrieren, die einen besonderen wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen. "Die Darlehen sollen helfen, die Schließung der Gesamtfinanzierung von Filmen zu ermöglichen", erklärte Kristian Kreyes, Bereichsleiter Medien und Technologie bei der ILB. "Im Gegenzug sollen die Darlehen vorrangig aus den Erlösen des Films zurückgeführt werde. Bei besonders erfolgreichen Projekten erwarten wir darüber hinaus eine Beteiligung an den Überschüssen. Mit dem neuen Programm ergänzen wir unsere seit einigen Jahren angebotene Zwischenfinanzierung für Filmproduzenten in der Medienregion", so Kreyes weiter.

"Ich bin froh, dass wir mit dem vereinbarten Modell eine Lösung gefunden haben, die die für den Standort Potsdam-Babelsberg und auch das gesamte Land Brandenburg wichtige Filmbranche sinnvoll unterstützt", betonte Finanzminister Helmuth Markov. Er verwies darauf, dass der Vorteil der gewählten Konstruktion darin besteht, dass das Ausfallrisiko auf mehrere Filmprojekte gestreut wird. Gewinnbeteiligungen aus erfolgreichen Produktionen dienten damit nicht nur der Rückzahlung der durch das Land Brandenburg geleisteten Finanzierung, sondern auch als Ausfallvorsorge für andere vielleicht nicht erfolgreiche Filmprojekte. "Das Land kann nur Garantien geben, wenn der Ausfall des Kredits unwahrscheinlich ist. Da naturgemäß in der Filmbranche Prognosen über den Erfolg eines Projekts schwierig sind, haben wir mit dem Filmfinanzierungsprogramm sowie der anteiligen Barmittelunterlegung eine sinnvolle Lösung gefunden, die zum einen das Risiko auf die Schultern verschiedener Filmprojekte verteilt und zum anderen bei möglichen Ausfällen für ausreichende Haushaltsvorsorge sorgt", sagte der Finanzminister.

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