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Donnerstag, 31. Mai 2012

ILB mit starkem Jahresergebnis 2011

Förderbank legt Geschäftsbericht 2011 vor: Die ILB ist gewachsen, konnte das Ergebnis erneut steigern und hat ihr Eigenkapital aus eigener Kraft gestärkt

Potsdam. Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) kann trotz der europäischen Schulden- und Finanzkrise ein erfreuliches Geschäftsjahr 2011 verzeichnen. Dies gilt sowohl für das Ergebnis der Bank als auch für das Ergebnis im Fördergeschäft. Das Förderangebot wurde von den Unternehmen, den Kommunen und im Wohnungsbau voll ausgeschöpft. Gefragt waren vor allem Förderkredite der ILB, die über Hausbanken und Sparkassen herausgegeben werden, sowie Zuschüsse für die Gewerbliche Wirtschaft und Kredite zur Finanzierung von Wohnungsbauvorhaben. Unter dem Leitthema „Zukunft“ hat die Investitionsbank des Landes Brandenburg heute ihren Geschäftsbericht 2011 vorgelegt.

Ergebnisentwicklung der Bank

Bilanzsumme Milliarden Euro
2011 13,0
2010 12,1
2009 11,9
2008 11,3
2007 11,2

Ergebnis vor Risikovorsorge
und Reservebildung
Millionen Euro
2011 55,7
2010 51,7
2009 47,7
2008 40,1
2007 30,5

Zuführung ILB-Förderfonds Millionen Euro
2011 10,0
2010 10,0
2009 7,5
2008 7,5
2007 5,0

Jahresüberschuss Millionen Euro
2011 11,2
2010 5,9
2009 5,6
2008 5,5
2007 5,5

Mitarbeiter (Stand 31.12.2011) Anzahl
2011 518
2010 508
2009 486
2008 473
2007 462

Die Jahresbilanz 2011 zeigt, dass die ILB die in den Vorjahren erreichten guten Ergebnisse der eigenen Geschäftstätigkeit noch einmal übertreffen konnte. Das deutliche Wachstum der Bilanzsumme von 12,1 auf 13 Milliarden Euro wurde im Wesentlichen getragen von der Ausweitung des Kreditgeschäftes, insbesondere dem Zuwachs im Durchleitungsgeschäft der Brandenburg-Kredite und KfW-Kredite an die in Brandenburg tätigen Sparkassen, Finanzierungen mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) für Infrastrukturprojekte und weitere Teilauszahlungen der Flughafenfinanzierung.

Die ILB hat das in der Bilanz sichtbare Eigenkapital um insgesamt rund 125 Millionen Euro erhöht. Davon werden 100 Millionen Euro aus den bestehenden stillen Reserven entnommen und 25 Millionen Euro aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2011. Die Bank hat damit frühzeitig einen wesentlichen Schritt vollzogen, die künftigen steigenden Eigenkapitalanforderungen aus eigener Kraft zu erfüllen.

Die Förderbank erzielte 2011 mit 55,7 Millionen Euro ein sehr gutes Ergebnis vor Risikovorsorge und Reservebildung. Auch das Ergebnis nach Risikovorsorge liegt auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Die ILB hat ausreichend Vorsorge getroffen für die Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise.

Mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2011 zeigte sich Klaus-Dieter Licht, Vorsitzender des Vorstandes der ILB zufrieden: „Die Bank ist gewachsen, konnte das Ergebnis in einem insgesamt schwierigen Marktumfeld erneut steigern und hat ihr Eigenkapital aus eigener Kraft gestärkt. Mit den Erträgen der Bank werden wir in die Zukunft des Landes investieren. Dazu haben wir unseren eigenen Förderfonds erneut mit 10 Millionen Euro dotieren können. Damit stellt die Förderbank auf wachsendem Niveau selbst erwirtschaftete Erträge dem Mittelstand, der Agrarwirtschaft, den Kommunen und der Wohnungswirtschaft zur Verfügung und setzt ihre Entwicklung zu einer Förderkreditbank erfolgreich fort.“

Seit 2006 sind in den mit Eigenmitteln der ILB bestückten ILB-Förderfonds bereits 47,5 Millionen Euro geflossen. Seit Einführung der Marke Brandenburg-Kredit im Jahr 2007 hat die ILB rund 2.900 Brandenburg-Kredite mit einem Volumen von rund 1,2 Milliarden Euro herausgegeben, die sie aus Mitteln ihres Förderfonds zusätzlich zinsverbilligt hat.

Entwicklung im Fördergeschäft

Die ILB bewilligte im Jahr 2011 Kredite und Zuschüsse in Höhe von 1,143 Milliarden Euro für insgesamt 4.285 Vorhaben. Erneut entfiel mit 653 Millionen Euro mehr als die Hälfte (57 %) des Gesamtzusagevolumens auf ILB-Eigenprodukte. Sowohl bei der Anzahl der geförderten Vorhaben als auch beim Zusagevolumen verstärkt sich diese Entwicklung Jahr für Jahr. Damit leistet die Bank auch im Jahr 2011 einen Beitrag zur haushaltsschonenden Förderung im Land Brandenburg. Dabei wird das Angebot der ILB an eigenen Produkten stetig weiter ausgebaut, so z. B. mit dem neuen „Brandenburg-Kredit Erneuerbare Energien“, der am 1. Juni 2012 startet.

Das Fördergeschäft der ILB umfasst die Durchführung von Förderprogrammen als Geschäftsbesorgerin für das Land Brandenburg und das Angebot von ILB-Produkten in den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Wohnungsbau. 2011 sagte die ILB mehr als die Hälfte der Fördermittel für das Geschäftsfeld Wirtschaft zu. Zweitwichtigstes Förderfeld ist die Infrastruktur (32 %) gefolgt vom Wohnungsbau (14 %).

Geschäftsfeld Wirtschaft

In der Wirtschaftsförderung belief sich das Finanzierungsvolumen auf 622 Millionen Euro durch die 906 Millionen Euro Investitionen ausgelöst und 3.208 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Das Volumen der ILB-Produkte im Förderbereich Wirtschaft erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 51 % von 225 Millionen Euro auf 340 Millionen Euro. Dagegen fiel das Finanzierungs-volumen in Förderprogrammen des Landes erwartungsgemäß von 459 Millionen auf 281 Millionen Euro. Wesentliche Ursache ist, dass das Land 2011 insgesamt weniger Mittel im Programm GRW-G zur Verfügung gestellt hat, da ursprünglich für das Jahr 2011 vorgesehene Mittel bereits in 2010 vorgezogen und zugesagt wurden. Dies erfolgte vor dem Hintergrund der EU-bedingten Absenkung der Beihilfesätze im Südwesten des Landes um 10 % ab dem Jahr 2011 und dem daraus resultierenden Antragsboom.

Geschäftsfeld Infrastruktur

Im Geschäftsfeld Infrastruktur hat die ILB nach Auslaufen des Konjunkturpaketes II sowohl in Stückzahl als auch Volumen das Niveau der Vorjahre erreicht. Insgesamt hat die ILB für 695 Vorhaben 365 Millionen Euro zugesagt. Im Förderbereich Infrastruktur entfallen rund 53 % des Zusagevolumens auf ILB-Produkte.

Geschäftsfeld Wohnungsbau

Die ILB unterstützte 2011 die Brandenburger Wohnungswirtschaft mit Darlehen und Zuschüssen für energetischen und generationengerechten Wohnungsbau im Umfang von rund 100 Millionen Euro. Im Fokus standen dabei vorrangig Maßnahmen zur weiteren Belebung der Innenstädte sowie zur Sicherung sozial ausgewogener Bewohnerstrukturen. In 2011 wurde durch die ILB der „Brandenburg-Kredit Energieeffizienter Wohnungsbau“ neu aufgelegt. Das Zusagevolumen der ILB im Bereich Wohnungsbau lag im Geschäftsjahr 2011 bei insgesamt 156 Millionen Euro für 1.065 Vorhaben.

20 Jahre ILB

Seit 20 Jahren begleitet die ILB den Aufbau des Landes mit zahlreichen Partnern in Wirtschaft, Politik und Verwaltung. In dieser Zeit hat die ILB mit einer Förderung von 31 Milliarden Euro Investitionen über rund 70 Milliarden Euro angeschoben. Allein in der Wirtschaft wurden fast 40 Milliarden Euro investiert und damit 137.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Durch die Wohnraumförderung der ILB sind im Rahmen von rund 40.000 Vorhaben über 10 Milliarden Euro in Brandenburg investiert worden, die die ILB mit sieben Milliarden Euro finanziert und gefördert hat. Dadurch sind in Brandenburg seit 1990 rund 310.000 Wohneinheiten neu entstanden bzw. modernisiert worden. Damit erfüllt die ILB ihren Auftrag, als Förderbank des Landes öffentliche und private Investitionen zu unterstützen und den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt in Brandenburg zu fördern. Die ILB nahm ihre Arbeit am 1.7.1992 auf.

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