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Freitag, 13. September 2013

Gute Taten 2.0: betterplace lab zeigt, wie digitale Innovationen soziale Projekte voranbringen

Gute Taten 2.0: betterplace lab zeigt, wie digitale Innovationen soziale Projekte voranbringen

„Digital für sozial" heißt das Motto bei betterplace lab. Der Berliner Think-Tank erforscht Einsatzmöglichkeiten digitaler Kommunikation im sozialen Sektor. Wie die Netzwerkorganisation unter dem Dach eines Sozialunternehmens funktioniert, erklärt Gründerin und deGUT-Repräsentantin Dr. Joana Breidenbach live auf den 29. Gründer- und Unternehmertagen.

Berlin/Potsdam, 12.09.2013. Welche Trends zeichnen sich in der digitalen Kommunikation ab und wie können sich Non-Profit-Organisationen und -Initiativen diese zunutze machen? Wohin entwickelt sich der Spendenmarkt und welche Chancen bietet das Web 2.0 für Fundraiser? Diesen Fragen geht die Kulturanthropologin Dr. Joana Breidenbach mit ihrem interdisziplinären Team nach. Als Gründerin und Leiterin des betterplace lab untersucht sie die Entwicklungen, Wirkungsweisen und Chancen digitaler Kommunikation für den sozialen Sektor. Ob in Studien zum deutschen Spendenmarkt oder in Social-Media-Leitfäden für NGOs, ob in Visualisierungen auf der Website, in Workshops oder bei Konferenzen – betterplace lab will einer möglichst breiten Öffentlichkeit Know-how zur Verfügung stellen, das soziales Engagement zu professionalisieren hilft.

Die Geschichte des gemeinnützigen Unternehmens begann mit einer fünfmonatigen Weltreise, die Joana Breidenbach mit ihrer Familie unternahm: „Wir haben unterwegs viele soziale Projekte kennengelernt und uns gedacht, dass die eigentlich einer viel breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden müssten, vor allem auch deutschen Spendern, die bislang nur die großen Hilfsorganisationen kennen." Die Grundidee, lokalen Grass-Roots- Organisationen Sichtbarkeit zu verleihen, begleitete Joana Breidenbach und ihren Mann Stephan bis ins heimische Berlin. Dort schlossen sie sich mit Gleichgesinnten zusammen und gründeten 2007 gemeinsam das offene Spendenportal betterplace.org, bei dem Organisationen und private Initiativen um Geld-, Sach- oder Zeitspenden werben können.

Heute ist betterplace.org die größte deutsche Internet-Plattform für soziales Engagement. Betrieben wird sie von der gut.org gAG, einem Sozialunternehmen mit Sitz in Berlin. Über betterplace.org als Kanal des Online-Fundraising wurden bislang bereits mehr als 10 Millionen Euro gespendet, als Hilfe für das Erdbeben in Haiti sind 750.000 Euro geflossen, Projekte in 147 Ländern profitieren von betterplace. Transparenz heißt dabei die Maxime, wie Joana Breidenbach betont: „Wir erwarten von den Spendenempfängern, dass sie über unsere Plattform ganz konkret darüber informieren, wie die Mittel eingesetzt werden, so dass jeder Spender weiß, was genau mit seinem Geld passiert." Jede Spende wird von betterplace.org zu 100 Prozent weitergeleitet.

2010 gründete Joana Breidenbach unter dem Dach der gut.org gAG das betterplace lab. „Wir alle haben erlebt, wie die Digitalisierung unsere Wirtschaft und die Art und Weise, wie wir kommunizieren, verändert hat. Aber im sozialen Sektor ist dieser Wandel noch nicht angekommen, zumindest in Deutschland wird er noch nicht so wahrgenommen", beschreibt sie die Ausgangslage. betterplace lab erkundet die Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien für die Kommunikation zwischen Organisationen, zwischen Spendern und Spendensammlern, aber auch innerhalb der sozialen Projekte, bereitet dieses Wissen auf und speist es als „Inspirationsspritze" in den sozialen Sektor ein.

Dr. Joana Breidenbach ist wie die weiteren deGUT-Repräsentanten Claire Davidson (URBANARA GmbH), Bülent Uzuner (BTC AG), Dr. Nikolaus Förster (impulse), Stephanie Renner und Conrad Fritzsch (tape.tv) sowie Christian Wolf (Wirkaufens) am 25. und 26. Oktober 2013 auf der deGUT zu erleben. In Talkveranstaltungen auf dem „Marktplatz" der Messe geben sie einen Einblick in ihr erfolgreiches Unternehmen und stehen für Fragen zur Verfügung.

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