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Samstag, 16. Februar 2013

ILB erneut mit starkem Jahresergebnis

Förderbank sagte 2012 rund 1 Milliarde Euro Fördermittel zu - Ergebnis erneut auf hohem Niveau

Potsdam. Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) kann 2012 ein erfreuliches Geschäftsjahr verzeichnen. Das Ergebnis der Bank wie auch das Ergebnis im Fördergeschäft bewegte sich auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Das Förderangebot wurde von den Unternehmen, den Kommunen und im Wohnungsbau voll ausgeschöpft. Gefragt waren vor allem Förderkredite der ILB, die über Hausbanken und Sparkassen herausgegeben werden, sowie Zuschüsse für die Gewerbliche Wirtschaft und Kredite zur Finanzierung von Wohnungsbauvorhaben.

Ergebnisentwicklung der Bank

  2012 2011 2010
Bilanzsumme 13,1Mrd. Euro 13,0 Mrd. Euro 12,1Mrd. Euro
Jahresüberschuss 11,6 Mio. Euro 11,2 Mio. Euro 5,9 Mio. Euro
Zuführung ILB-Förderfonds 10,0 Mio. Euro
10,0 Mio. Euro
.
10,0 Mio. Euro
Mitarbeiter (Stand 31.12.) 508 518 508

(vorläufiges Ergebnis)

Die vorläufige Jahresbilanz 2012 zeigt, dass die ILB an die guten Ergebnisse der Vorjahre anknüpfen konnte. Die Bilanzsumme blieb mit 13,1 Milliarden Euro auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

Die ILB wird das haftende Eigenkapital um rund 26 Millionen Euro auf 420 Millionen Euro erhöhen können. Die Bank hat damit nach 2011 einen weiteren wichtigen Schritt vollzogen, die künftigen steigenden Eigenkapitalanforderungen aus eigener Kraft zu erfüllen.

Mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2012 zeigte sich Tillmann Stenger, Vorsitzender des Vorstandes der ILB zufrieden: „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie der europäischen Staatsschulden- und Finanzkrise war 2012 ein gutes Wirtschaftsjahr, ein gutes Förderjahr und auch ein gutes Geschäftsjahr. Unser Geschäftserfolg schafft die Voraussetzung, das durch die ILB zinsverbilligte Brandenburg-Kreditangebot im Jahr 2013 aus eigenen Mitteln ausweiten zu können. Den dazu aufgelegten ILB-Förderfonds werden wir erneut mit 10 Millionen Euro auf dann 57,5 Millionen Euro dotieren können.“

Mit Hilfe des ILB Förderfonds ist es der ILB möglich, dem Mittelstand, der Agrarwirtschaft, den Kommunen und der Wohnungswirtschaft im Jahr 2013 besonders zinsgünstige Förderdarlehen anbieten zu können.

Entwicklung im Fördergeschäft

Die ILB bewilligte im Jahr 2012 Kredite und Zuschüsse in Höhe von 1,04 Milliarden Euro für insgesamt 3.843 Vorhaben. Der kontinuierliche Ausbau der ILB-Produkte setzte sich weiter fort. Mit 631 Millionen Euro beträgt deren Anteil 61 Prozent des Gesamtzusagevolumens. Sowohl bei der Anzahl der geförder-ten Vorhaben als auch beim Zusagevolumen verstärkt sich diese Entwicklung Jahr für Jahr.

„Die ILB leistet einen stetig zunehmenden Beitrag zur haushaltsschonenden Förderung im Land Bran-denburg. Das Angebot der ILB an eigenen Produkten wird dazu stetig ausgebaut, so zum Beispiel für wohnungswirtschaftliche Investitionen mit dem neuen „Brandenburg-Kredit Altersgerecht Umbauen“,

der im Januar 2013 gestartet ist. Durch die Weiterentwicklung der ILB zu einer Förderkreditbank bleibt Brandenburg auch künftig handlungsfähig“, so Stenger.

Das Fördergeschäft der ILB umfasst die Durchführung von Förderprogrammen als Geschäftsbesorgerin für das Land Brandenburg und das Angebot von ILB-Produkten in den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Wohnungsbau. 2012 sagte die ILB knapp die Hälfte der Fördermittel für das Geschäftsfeld Wirtschaft zu. Zweitwichtigstes Förderfeld ist die Infrastruktur (36 Prozent) gefolgt vom Wohnungsbau (16 Prozent).

Geschäftsfeld Wirtschaft

Das Finanzierungsvolumen belief sich auf 495 Millionen Euro für 2.100 Vorhaben.

Das vom Land bereitgestellte Finanzierungsvolumen in Förderprogrammen in Höhe von 242 Millionen Euro konnte vollständig zugesagt werden. Dadurch werden 877 Millionen Euro Investitionen ausgelöst. Jeder eingesetzte Förder-Euro wird damit vier Euro Investitionen in der Brandenburger Wirtschaft auslö-sen.

Das Volumen der ILB eigenen Produkte im Förderbereich Wirtschaft lag mit 253 Millionen Euro um 25 Prozent bzw. 87 Millionen Euro unter dem Volumen des Vorjahres. Wesentliche Ursachen für den Rückgang waren insbesondere eine geringere Nachfrage aufgrund gesetzlicher Veränderungen des Energie-Einspeise-Gesetztes sowie eine geringere Nachfrage nach Biogas- bzw. Biomasseanlagen.

Geschäftsfeld Infrastruktur

Im Geschäftsfeld Infrastruktur hat die ILB für 649 Vorhaben 375 Millionen Euro zugesagt. Das sind zehn Millionen Euro bzw. drei Prozent mehr als im Vorjahr. Im Förderbereich Infrastruktur entfallen 61 Prozent des Zusagevolumens auf ILB-Produkte.

Geschäftsfeld Wohnungsbau

Die ILB unterstützte 2012 die Brandenburger Wohnungswirtschaft mit Darlehen und Zuschüssen für energetischen und generationengerechten Wohnungsbau im Umfang von rund 90 Millionen Euro. Im Fokus standen dabei vorrangig Maßnahmen zur weiteren Belebung der Innenstädte sowie zur Sicherung sozial ausgewogener Bewohnerstrukturen. Das Zusagevolumen der ILB im Bereich Wohnungsbau erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 169 Millionen Euro für 1.129 Vorhaben. Bundesweite Beachtung erlangten die Kooperationsvereinbarungen zwischen der ILB und dem kommunalen Wohnungsunternehmen der Stadt Potsdam zu Mietpreis- und Belegungs-bindungen. Über dieses Modell werden Mietpreisbindungen für rund 3.000 Mietwohnungen auf weitere zehn Jahre gesichert. Derzeit prüft die ILB im Auftrag des Landes die Übertragbarkeit dieses Modells auch auf weitere angespannte Wohnungsmärkte in Brandenburg.

ILB-Ausblick

Mit Blick auf die künftigen Aufgaben der ILB erklärte Stenger: „Für die kommenden Jahre wird sich die ILB als Förderbank auf drei Ziele konzentrieren: Erstens wollen wir ein verlässlicher Partner des Landes bei der Umsetzung der EU-Strukturfonds bleiben. Zweitens werden wir das ILB-eigene Förderkreditgeschäft bei zugleich rückläufigen Haushaltsmitteln ausbauen. Und drittens müssen wir den als Bank vor-geschriebenen weiteren Eigenkapitalaufbau aus eigener Kraft umsetzen. Das wird es uns ermöglichen, auch im Jahr 2013 rund eine Milliarde Euro Fördermittel anzubieten.“

Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) nahm ihre Arbeit am 1. Juli 1992 auf. Dem Vorstand der Bank gehören Tillmann Stenger (Vorsitzender), Jacqueline Tag und Gabriela Pantring an. Als zentrales Förderinstitut unterstützt die Investitionsbank mit 508 Mitarbeitern das Land Brandenburg und andere öffentliche Träger bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Kerngeschäft der ILB ist die Förderung öffentlicher und privater Investitionsvorhaben in den Bereichen Wirtschaft, Infrastruk-tur und Wohnungsbau. Aus Mitteln des Landes, des Bundes, der Europäischen Union und aus Eigenmitteln bietet die ILB zinsgünstige Darlehen, Zuschüsse, Bürgschaften sowie Risiko- und Beteiligungskapital.

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