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Freitag, 24. Mai 2013

ILB fördert Modernisierung und Schaffung von Wohneigentum in Innenstädten

ILB fördert Modernisierung und Schaffung von Wohneigentum in Innenstädten

Zinslose Darlehen können noch bis zum Jahresende beantragt werden

Potsdam. Ab sofort fördert die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) wieder die Schaffung und Modernisierung von selbst genutztem Wohneigentum in Innenstädten. Zu diesem Zweck gewährt die ILB privaten Haushalten zinslose Darlehen.

„Die ILB stärkt damit die Innenstädte in Brandenburg“, so Vorstandsmitglied Jacqueline Tag zum Hintergrund der neuen Wohnraumförderung. „Im Auftrag des Landes wollen wir sozial stabile Wohnquartiere schaffen und erhalten. Dabei möchten wir auch auf die Bedürfnisse von familien- und altersgerechtem Wohnen eingehen. Gleichzeitig verknüpfen wir mit der Förderung ökologisches und Kosten sparendes Bauen.“

Voraussetzung für die Förderung ist die Lage in Sanierungs- und Entwicklungsgebieten sowie in so genannten „Vorranggebieten Wohnen“. Auskunft zu diesen Gebietskulissen geben die Wohnungsämter in den Gemeinden.

Folgende Maßnahmen sind förderfähig:

Den Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum mit anschließender Modernisierungfördert die ILB mit einem zinsfreien Darlehen von mindestens 50.000 Euro. Dieselbe Förderhöhe gilt für den Ersterwerb und Neubau. Das Förderdarlehen erhöht sich zum Beispiel bei geringeren Einkommen, wenn minderjährige Kinder oder schwerbehinderte Angehörige im Haushalt leben, bei energetischen Sanierungen oder bei Mehraufwand durch Denkmal-Auflagen.

Für die Modernisierung und Instandsetzung von Wohneigentum durch energetische Sanierungen können private Haushalte ein zinsfreies Darlehen von mindestens 40.000 Euro beantragen. Voraussetzung dafür ist die Errichtung des Gebäudes vor dem 3. Oktober 1990. Auch hier ist unter bestimmten Bedingungen eine Erhöhung der Darlehenssumme möglich.

Die Erweiterung einer bestehenden Wohnfläche durch Um- oder Ausbau sowie die damit verbundene Schaffung einer zweiten Wohnung sind ebenfalls förderfähig. Ein zinsfreies Darlehen beträgt hier 20.000 Euro.

Für diese Programme gelten Einkommensgrenzen sowie ein Mindesteigenkapital von 15 Prozent.

Durch eine Anschubfinanzierung können auch Investoren von der neuen Wohnraumförderung profitieren. Für die Instandsetzung von bestehenden Gebäuden in Innenstädten oder für die Lückenschließung durch Neubau können Darlehen beantragt werden. Diese richten sich nach der Wohnfläche und betragen pro Quadratmeter 500 Euro bei Bestandsmaßnahmen oder 350 Euro bei Neubau. Auch hier sind unter bestimmten Bedingungen Zusatzdarlehen möglich. Eigenkapital muss in Höhe von 20 Prozent erbracht werden. Das neu entstandene Wohneigentum soll schnellstmöglich an Privathaushalte verkauft werden. Auch der Investor selbst kann eine Wohnung beziehen.

Informationen und Beratung

Interessenten können ihre Fördervoraussetzungen in einem kostenlosen Beratungsgespräch durch die ILB prüfen lassen. Für Terminvereinbarungen sowie die Anforderung von Informationsmaterialien und

Antragsunterlagen stehen die ILB-Kundenberater telefonisch unter 0331 660-1322 oder per E-Mail unter immo-kunden@ilb.de zur Verfügung. Weitere Informationen sind außerdem unter dem folgenden Link abrufbar: http://www.ilb.de/de/wohnungsbau/darlehen_2/wohneigentum_in_innenstaedten_anschubfinanzierung_fuer_investoren/index.html

Förderbeispiel zum besseren Verständnis:

Eine Familie mit zwei Kindern kauft ein Baudenkmal in der Innenstadt und schafft darin eine zweite Wohnung.

Familie Bauer kauft ein denkmalgeschützes Gebäude in der Innenstadt samt Grundstück für 62.000 Euro. Darin wollen die Bauers eine Hauptwohnung mit 130 qm und eine zweite Wohnung mit 50 qm schaffen. Die Baumaßnahmen werden mit 150.000 Euro veranschlagt. Die Denkmalschutzauflagen verursachen weitere Kosten in Höhe von 10.000 Euro. Insgesamt muss die Familie somit 222.000 Euro aufbringen. 25.000 Euro stehen als Eigenkapital zur Verfügung. Weitere 7.000 Euro wollen die Bauers mit Eigenleistungen einsparen. Die Eltern geben 10.000 Euro dazu. 180.000 Euro sind somit über Darlehen zu finanzieren. Die ILB gewährt im Auftrag des Landes ein zinsfreies Förderdarlehen von insgesamt 120.000 Euro. Dies setzt sich wie folgt zusammen: Die Grundförderung beträgt dabei 50.000 Euro. Hinzu kommen 20.000 Euro für den Erwerb eines bestehenden Gebäudes und 10.000 Euro für jedes Kind. Die Erfüllung der Denkmalschutzauflagen wird mit weiteren 10.000 Euro bedacht. Für die 2. Wohnung gewährt die ILB ein weiteres zinsfreies Darlehen über 20.000 Euro. Die verbleibenden 60.000 Euro finanziert die KfW Förderbank mit zinsverbilligten Programmen.

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  • Felix Dollase Felix Dollase Strategie und Kommunikation
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