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Mittwoch, 28. August 2019

Bildungsministerin Britta Ernst informiert sich über Praxis-Start der landesweiten Schul-Cloud-Pilotierung

Bildungsministerin Britta Ernst informiert sich über Praxis-Start der landesweiten Schul-Cloud-Pilotierung

Bildungsministerin Britta Ernst hat sich heute gemeinsam mit Digitalkoordinator des Landes Brandenburg Staatssekretär Thomas Kralinski an der Sportschule Potsdam „Friedrich Ludwig Jahn“ über erste Erfahrungen mit der Schul-Cloud im Unterricht informiert.

Ebenfalls nahmen teil Dr. André Göbel, Geschäftsführer der DigitalAgentur Brandenburg, Prof. Dr. Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts und Leiter des Lehrstuhls Internet-Technologien und Systeme sowie Noosha Aubel, Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport der Stadt Potsdam. Zum neuen Schuljahr 2019/20 begann die Pilotierung der Schul-Cloud an 51 Grund- und weiterführenden Schulen im Land Brandenburg.

Die Schulcloud Brandenburg wird derzeit vom Hasso-Plattner-Institut entwickelt und zwei Jahren lang in Zusammenarbeit mit den Pilotschulen getestet. Die Schul-Cloud schafft die technische Grundlage für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler, digitale Lehr- und Lerninhalte für den Unterricht nutzen zu können. Die Grundidee der Schul-Cloud ist es, Bildungsinhalte webbasiert überall erreichbar zu machen. Dadurch wird der Einsatz im Unterricht sowie im außerschulischen Lernen und zu Hause wesentlich erleichtert. Die Schul-Cloud zeichnet sich zudem durch einfache Bedienbarkeit und sehr hohe Datenschutzstandards aus.

Aktuell nehmen 51 Schulen in Brandenburg am Pilotprojekt teil. Dazu kommen drei brandenburgische Schulen, die bereits im Bundesprogramm MINT-Excellence-Netzwerk (MINT-EC) mit der Schul-Cloud arbeiten. Das brandenburgische Pilotprojekt soll zum Schuljahr 2020/21 auf circa 100 Schulen erweitert und bis Juli 2021 evaluiert werden.

Während des Pilotprojekts werden die spezifischen Anforderungen der teilnehmenden Brandenburger Grundschulen, Förderschulen, Oberstufenzentren, Gymnasien, Oberschulen und Gesamtschulen gesammelt und umgesetzt. Daneben erfolgt die Erprobung verschiedener Szenarien. So werden beispielsweise die gleichzeitige Nutzung der Schul-Cloud durch mehrere Klassen, die Nutzung für die Vor- bzw. Nachbereitung des Unterrichts, für die Vernetzung der Lehrkräfte bzw. Schülerinnen und Schüler in einer Schule untereinander oder auch die Erarbeitung von Inhalten in der Schul-Cloud erprobt. Ebenso stehen Datenschutz- und Datensouveränitätsfragen im Fokus der Pilotphase. Diese Erfahrungen sind notwendige Voraussetzung für eine spätere Nutzung von Cloud-Lösungen in ganz Brandenburg.

Partner im Pilotprojekt sind das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS), das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM), das Hasso-Plattner-Institut (HPI) und die neu gegründete DigitalAgentur Brandenburg.

Ministerin Ernst: „Ich bin sicher, dass das Schul-Cloud-Projekt in den nächsten Jahren eine weitreichende Wirkung entfalten wird. Es ist eine entscheidende Neuerung für die Schule in der digitalen Welt. Dafür brauchen wir an den Schulen eine leistungsfähige digitale Infrastruktur. Mit dem Schul-Cloud-Projekt machen wir entscheidende Schritte in die digitale Zukunft. Es wird die Schulen des Landes miteinander vernetzen und Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern jederzeit und überall Zugang zu Lern- und Lehrmaterialien ermöglichen.“

Staatssekretär Kralinski: „Die Schulcloud ist ein zentrales Schlüsselprojekt der Zukunftsstrategie ‚Digitales Brandenburg‘. Schule und Unterricht werden dadurch anders erlebbar. Mit der Cloud setzen wir Maßstäbe für eine zeitgemäße Pädagogik. Die Schülerinnen und Schüler erhalten so das notwendige Rüstzeug für eine zunehmend digitale Welt. Mit der Pilotierung der Schulcloud ist Brandenburg zusammen mit Thüringen und Niedersachsen Vorreiter unter den Bundesländern.“

Dr. Göbel: „Die Einführung der Schul-Cloud ist ein ambitioniertes Vorhaben, das Brandenburg zu einem Vorreiter im Bereich der digitalen Bildung machen kann. Um dieses Ziel zu erreichen, sind die positiven wie auch herausfordernden Erfahrungen der Schulen während des Pilotbetriebs ganz besonders wichtig. Als neu gegründete DigitalAgentur des Landes werden wir uns in dieses gesellschaftlich so wichtige Vorhaben einbringen, um die Schul-Cloud für ganz Brandenburg nutzerorientiert und erlebbar zu machen.“

Prof. Meinel: „Mit der Schul-Cloud Brandenburg schaffen wir die technische Grundlage dafür, dass Lehrer und Schüler so einfach auf digitale Inhalte zugreifen können, wie Apps über Smartphones oder Tablets nutzbar sind“, sagt Professor Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts und Leiter des Schul-Cloud-Projekts. „Für die Weiterentwicklung der Schul-Cloud ist die enge Zusammenarbeit mit den Pilotschulen extrem wichtig“, betont Meinel. Von ihren praktischen Erfahrungen und Anregungen würden die Wissenschaftler und Entwickler sehr stark profitieren.

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