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Daten und Fakten 2014

Investitionsbank des Landes Brandenburg

  • Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) wurde am 31. März 1992 als Anstalt des Öffentlichen Rechts gegründet.
  • Wir sind ein Förderinstitut des Landes Brandenburg und engagieren uns in den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Wohnungsbau. Dabei arbeiten wir eng mit den Sparkassen sowie den genossenschaftlichen und privaten Banken zusammen.
  • Den Vorstand bilden seit dem 1. Januar 2013 Tillmann Stenger (Vorsitzender), Jacqueline Tag und Gabriela Pantring.
  • Anteilseigner an der ILB sind zu jeweils 50 Prozent das Land Brandenburg und die NRW.Bank.

Fördergeschäft allgemein

Im Startjahr der neuen Programmperiode der Europäischen Union 2014– 2020 hat die ILB ein sehr gutes Ergebnis im Fördergeschäft erzielt. Die Bank sagte Fördermittel in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro für mehr als 6.500 Projekte zu. Allein durch die Förderung im Rahmen der Geschäftsbesorgung im Jahr 2014 werden die Förderzusagen der ILB zu Investitionen von mehr als 1,7 Milliarden Euro und fast 3.400 neuen Arbeitsplätzen führen.

Das Förderangebot der ILB wurde im Jahr 2014 voll ausgeschöpft. 50 Prozent der Fördermittel sagte die Bank für das Förderfeld Wirtschaft zu. Zweitwichtigstes Förderfeld war die Infrastruktur mit 31 Prozent, gefolgt von den Förderfeldern Wohnungsbau mit 15 Prozent und Arbeit mit 4 Prozent.

Kennzahl (Volumenangaben in Mio. EUR) 2013 2014
Bilanzvolumen 13.439,3 13.622,5
Geschäftsvolumen 13.753,6 13.909,5
Eigenkapital 200,3 205,7
Fonds für allgemeine Bankrisiken - 260,5
Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken - 38,0
Zins- und Provisionsergebnis 92,5 93,6
Ergebnis nach Risikovorsorge 44,7 48,4
Jahresüberschuss 11,7 11,4
Bilanzgewinn 11,2 11,1
Zusagevolumen 1.326,4 1.270,8
Erteilte Zusagen (Anzahl) 4.417 6.538
Mitarbeiter (Stand 31.12.) 516 534
Frauenanteil in Führungspositionen 49,0 % 51,1 %

Das Ergebnis im Fördergeschäft

Das Fördergeschäft der ILB im Jahr 2013 umfasste die Durchführung von Förderprogrammen als Geschäftsbesorgerin für das Land Brandenburg und das Angebot von ILB-Produkten in den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Wohnungsbau. Allein durch die Förderung im Rahmen der Geschäftsbesorgung werden in den nächsten Jahren fast 2.100 neue Arbeitsplätze geschaffen und ein Investitionsvolumen von mehr als 1,4 Milliarden Euro ausgelöst. Jeder eingesetzte Förder-Euro bewirkt bewirkt somit ein Dreifaches an Investitionen in Brandenburg. Hinzu kommen die Fördereffekte der ILB-Eigenprodukte.

Im Startjahr der neuen Programmperiode der Europäischen Union 2014– 2020 hat die ILB ein sehr gutes Ergebnis im Fördergeschäft im Geschäftsfeld Wirtschaft erzielt. Die Bank sagte Fördermittel in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro für mehr als 6.500 Projekte zu. Allein durch die Förderung im Rahmen der Geschäftsbesorgung im Jahr 2014 werden die Förderzusagen der ILB zu Investitionen von mehr als 1,7 Milliarden Euro und fast 3.400 neuen Arbeitsplätzen führen. Das Förderangebot der ILB wurde im Jahr 2014 voll ausgeschöpft. 50 Prozent der Fördermittel sagte die Bank für das Förderfeld Wirtschaft zu. Zweitwichtigstes Förderfeld war die Infrastruktur mit 31 Prozent, gefolgt von den Förderfeldern Wohnungsbau mit 15 Prozent und Arbeit mit 4 Prozent. Der Anteil der Geschäftsbesorgung im Jahr 2014 stieg mit einem Fördervolu men von 531,8 Millionen Euro gegen über dem Vorjahr deutlich an. Maßgeblich hierfür war neben der Angebotserweiterung um die Programme des Förderfeldes Arbeit insbesondere die deutliche Erhöhung des Zusagevo lumens im Rahmen der Richtlinie „GRW – Gewerbliche Wirtschaft“.

Im Förderfeld Infrastruktur sagte die ILB im Jahr 2014 insgesamt 389,2 Millionen Euro für 463 Projekte zu. Das Fördervolumen erhöhte sich dabei ge genüber dem Vorjahr um 15,5 Millionen Euro. Im Rahmen der Ge schäftsbesorgung lag die Förderung mit 150,6 Millionen Euro auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Der Anteil der ILB-Produkte am Zusagevolumen in diesem Förderfeld konnte mit 238,5 Millionen Euro auf 61 Prozent gesteigert werden.

Der hohe Wert unterstreicht die wichtige Rolle der ILB als Förderpartner der Brandenburger Kommunen. Bei der Infrastrukturförderung im Rahmen der Geschäftsbesorgung stellte die Richtlinie „Aufbau Breitbandinfrastruktur in Planungsregionen“ den größten Anteil am Fördergeschäft. Durch die zusätzliche Bereitstellung von EFRE-Mitteln für den Breitbandausbau im Südwesten Brandenburgs konnte die ILB 2014 mit 55,3 Millionen Euro deutlich mehr als das Dreifache an Fördermitteln gegenüber dem Vorjahr verzeichnen und Investitionen in Höhe von 80,3 Millionen Euro ermöglichen. Für die Beseitigung von Hochwasserschäden an der Infrastruktur sagte die ILB 20,8 Millionen Euro für 72 Hilfsprojekte zu.

Damit erhöhte sich das Fördervolumen um 147 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich hierfür ist, dass kurz nach dem Hochwasser im Sommer 2013 vorrangig Fördermittel zur Beseitigung der dringendsten, offensichtlich vom Hochwasser verursachten Schäden vergeben wurden. Daran schloss sich eine Phase der systematischen Erfassung von hochwasserbedingten Schäden und Folgeschäden an, deren Beseitigung im Jahr 2014 in großem Umfang von der ILB gefördert werden konnte. Auch der Ausbau der wirtschaftsnahen kommunalen Infrastruktur entwickelte sich im Jahr 2014 dynamisch: Das Fördervolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 59 Prozent auf 20,2 Millionen Euro an. Damit verbunden waren Investitionen in Höhe von 26,7 Millionen Euro.

Im Förderfeld Wohnungsbau konnte die ILB 2014 den positiven Trend der vergangenen Jahre fortsetzen. Das Zu sagevolumen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 12,0 Millionen Euro auf 195,2 Millionen Euro. Durch die Förderung konnten 5.322 Wohneinheiten geschaffen oder verbessert werden, das sind 1.214 Wohneinheiten mehr als im Jahr zuvor. Das Fördervolumen im Rahmen der Geschäftsbesorgung stieg um 28 Prozent auf 31,8 Millionen Euro an. Auch das Zusagevolumen der ILB-Produkte konnte nochmals gesteigert werden und erreichte 163,4 Millionen Euro. Der Anteil der ILB-Produkte von 84 Prozent am Gesamtzusagevolumen im Förderfeld Wohnungsbau zeigt den wesentlichen Beitrag der ILB zur Realisierung von Woh nungsbauvorhaben in Brandenburg. In der Mietwohnungsbauförderung erhöhte sich das Zusagevolumen im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 120,5 Millionen Euro. Davon entfielen 29,1 Millionen Euro auf die Programme im Rahmen der Geschäftsbesorgung.

Die volumenstärkste Richtlinie hierbei war erneut „Modernisierung und Instandsetzung von Mietwohnungen“ mit einem Anstieg des Fördervolumens auf 26,9 Millionen Euro und damit um 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nachfrage nach dem Aufzugsprogramm „Barrierefreier Zugang“ zur Schaffung von generationengerech tem Wohnraum verstärkte sich eben falls. Hier konnte die ILB 2,1 Millionen Euro und damit 15 Prozent mehr Fördermittel zusagen als im Jahr zuvor. Die Mietwohnungsbauförderung durch ILB-Produkte entwickelte sich im Jahr 2014 mit einem Anstieg des Fördervolumens um 15 Prozent auf 91,4 Millionen Euro ebenfalls positiv. Die starke Nachfrage nach ILB-Produkten ist vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes besonders erfreulich.

Durch die Integration der LASA Brandenburg GmbH (LASA) wurde das Förderfeld Arbeit in die ILB aufgenommen.

Nach der im Dezember 2014 erfolgten Genehmigung des operationellen Programms des Europäischen Sozialfonds (ESF) werden die Fördermittel für die neuen Richtlinien zukünftig durch die ILB zugesagt. Die Schwerpunkte des Förderfeldes Arbeit in der ILB lagen im Jahr 2014 in der Vorbereitung des neuen operationellen Programms durch die ILB sowie dem Start der ersten Richtlinien im vierten Quartal. Seitens der LASA war das Jahr 2014 sowohl von Neubewilligungen als auch von der Abrechnung auslaufender Richtlinien geprägt, deren Fördermittel in den Jahren zuvor durch die LASA bewilligt wurden.

Mit dem Fördervolumen in Höhe von 53,2 Millionen Euro werden 3.228 Projekte realisiert und mehr als 25.000 Menschen gefördert. Im Rahmen der Steigerung der Anpas sungs- und Wettbewerbs fähigkeit von Beschäftigten und Unternehmen erreichte das Zusage volumen 11,5 Millionen Euro. Maß geblich zu diesem Ergebnis beigetragen hat die volumenstärkste Richtlinie „Aufbauförderung für Unternehmensgründerinnen und -gründer“. Hier konnte das Fördervolumen auf 5,8 Millionen Euro und damit um ein Viel faches gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Auch die Richtlinie „Betriebliche Weiterbildung in Unternehmen“ wurde verstärkt nachgefragt. Mit Zusagen von 2,7 Millionen Euro erhöhte sich das Fördervolumen um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein durch die Maßnahmen in diesen beiden Richt linien konnten insgesamt 3.555 Menschen in Brandenburg gefördert werden. Für die Programme zur Verbesserung des Humankapitals sagte die LASA 2014 insgesamt 11,9 Millionen Euro zu.

Der größte Anteil daran entfiel auf die Richtlinie „Initiative Oberschule“ mit einem Fördervolumen von 3,2 Millionen Euro und damit dem Doppelten des Vorjahres. Auch die Nachfrage nach der Richtlinie „Brandenburg-Stipendium“ stieg an. Hier erreichte das Zusagevolumen 0,6 Millionen Euro und damit 79 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Über die Maßnahmen der Richtlinie „Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung im Handwerk“ wurden mit einem Zusagevolumen von 1,5 Mil lionen Euro 8.854 Brandenburger unterstützt, das ist die höchste Anzahl an geförderten Personen aller Richtlinien im Förderfeld Arbeit. Die Verbesserung des Zugangs zu Beschäft igung sowie der sozialen Eingliederung von benachteiligten Personen wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Dieser Herausforderung stellt sich das Land Brandenburg mit einer erweiterten Anzahl von Förderprogrammen und startete im Jahr 2014 hierzu die neuen Richtlinien „Deutschkurse für Flüchtlinge“ sowie „Lohnkostenzuschuss für Ältere und Alleinerziehende“. Allein über diese beiden Programme konnte die LASA insgesamt 9,9 Millionen Euro zusagen und damit 2.121 Menschen unterstützen Mit der Richtlinie „Ausbildung und Beschäftigung von Altenpflegehelferinnen und -helfern“ reagiert das Land Brandenburg auf den demografischen Wandel. Hier sagte die LASA Fördermittel in Höhe von 70.000 Euro zu.

Durch die Maßnahmen des Programms „Arbeit für Brandenburg“ konnten mit einem Zusagevolumen von 1,2 Millionen Euro 198 Menschen eine Beschäf tigung finden. Hier gilt es, diese Arbeitsplätze trotz der gestiegenen Mindestlöhne zu erhalten. Insgesamt betrug das Fördervolumen in diesem Themenfeld 27,3 Millionen Euro. Im Rahmen transnationaler Maßnahmen wurden über die Richtlinie „Transnationaler Wissens- und Erfahrungsaustausch“ Fördermittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro zugesagt. Ergänzend zu den Programmen des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesund heit, Frauen und Familie bearbeitet die LASA auch Programme des Ministeriums der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz und sagte hierfür insgesamt 0,8 Millionen Euro zu.

Ausblick

Schwerpunkt des Jahres 2015 ist der Start bzw. Neustart einer Vielzahl von Richtlinien im Rahmen der neuen Förderperiode 2014–2020. Die Programme werden mit Mitteln der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gespeist und mit Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg ergänzt.

Die ILB setzt die Programme als Geschäftsbesorger für das Land Brandenburg um und konnte in diesem Zusammenhang Rahmenverträge für weitere Programme abschließen. Dadurch wird das Fördergeschäft für das Land Brandenburg weiter bei der ILB konzentriert. Für das Jahr 2015 rechnet die Bank mit einem Neuzusagevolumen von rund einer Milliarde Euro. Eines der wichtigsten Programme bleibt die „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ zur Förderung von Investitionsvorhaben in der gewerblichen Wirtschaft und zum Ausbau der wirtschaftsnahen kommunalen Infrastruktur.

Darüber hinaus wird Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in Brandenburg weiterhin eine hohe Bedeutung beigemessen. Mit den neuen Richtlinien „Brandenburger Innovationsgutschein“ und „ProFIT Brandenburg“ sollen die Innovationsfähigkeit von Unternehmen verbessert und Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft intensiviert werden. In der aktuellen Debatte um die Finanzierung der Unterbringung von Flüchtlingen aus Krisengebieten über nimmt die ILB Verantwortung: Die Bank hat zu Beginn des Jahres 2015 mit dem „Brandenburg-Kredit für Kommunen – Flüchtlingseinrichtungen“ ein neues Eigenprodukt gestartet. Mit dem Angebot unterstützt die Bank kommunale Investitionen zur Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen. Die Darlehen werden zunächst zinsfrei vergeben. Darüber hinaus soll die Brandenburg- Kredit-Familie um weitere Angebote ergänzt werden.

Geplant sind zum Beispiel der „Brandenburg-Kredit moderne Schule“ für kommunale Investitionen, der „Brandenburg-Kredit Gründen Universell“ zur Unterstützung von Existenzgründungen und der „Brandenburg- Kredit Erneuerbare Energien“ zur Errichtung von Windkraftanlagen. Mit dem „Brandenburg-Kredit Pflege“ plant die ILB, Investitionen im Seniorenpflegebereich zu unterstützen und damit einen Beitrag zu der Bewältigung der Herausforderungen zu leisten, vor denen Brandenburg angesichts des demografischen Wandels und der höheren Anforderungen im Pflegebereich steht. Mit ihren Kapitalbeteiligungsgesellschaften wird sich die Bank noch stär ker mit Mitteln zur Eigenkapitalfinanzierung von wachstums- und innovationsorientierten Unternehmen in Brandenburg engagieren. Bei Neuauflage der Eigenkapital- und Darlehensfonds in Höhe von 102,5 Millionen Euro übernimmt die ILB erneut die Kofinanzierung der EFRE-Mittel in Höhe von 20,0 Millionen Euro und entlastet den Landeshaushalt damit auch in diesem Bereich.

Stand: 9. Juni 2015

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