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Kleinspeicher-Programm

Für dieses Förderprogramm können Sie derzeit keine neuen Anträge stellen.

Mit dem Förderprogramm unterstützt Sie das Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg (MWE) über die ILB bei der Investition in ein Stromspeichersystem für Solarstrom in Ihrem Eigenheim.

Fördernehmer Privatpersonen
Förderthemen Investitionen für Anlagen zur Speicherung von elektrischer Energie (Stromspeichersysteme)
Förderart Zuschuss
Fördergeber Land Brandenburg, Richtlinie des Ministeriums für Wirtschaft und Energie zur Förderung von Maßnahmen zur Energiespeicherung im Rahmen der Umsetzung der Energiestrategie des Landes Brandenburg

Das Ziel des Förderprogramms ist die Erhöhung des Eigenverbrauchs von Solarstrom und damit die Entlastung des Stromnetzes.

  • Erste Antragsrunde beendet

    Die erste Runde zur Antragstellung im Kleinspeicher-Programm ist mit 500 Anträgen erfolgreich beendet worden. Derzeit werden die Förderanträge geprüft und entschieden.

    Sobald die nächste Antragsrunde startet, informieren wir Sie über den ILB-Newsletter.

Wer wird gefördert?

Das MWE unterstützt mit dem Kleinspeicher-Programm natürliche Personen, die Eigentümer/Miteigentümer eines bestehenden oder eines neu errichteten, ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzten, Wohneigentums sind beziehungsweise sein werden.

Was wird gefördert?

Das MWE fördert mit dem Kleinspeicher-Programm Investitionen in Anlagen zur Speicherung von elektrischer Energie (Stromspeichersysteme).

Fördergegenstand ist die Beschaffung und die Installation eines Stromspeichers (auch Hybridspeicher) ab einer Nutzkapazität von 2,0 kWh sowie des zugehörigen (Hybrid-)Wechselrichters und die
Herstellung der technischen Voraussetzungen des Datenmonitorings.

Zur Förderung können alle Ausgaben für die Beschaffung und Installation eines Stromspeichers mit zugehörigem Wechselrichter sowie für die Herstellung der technischen Voraussetzungen des Datenmonitorings beantragt werden.

Im Falle eines Hybridspeichers sind die Ausgaben je Komponente (Speicher und Wechselrichter) im Antrag separat anzugeben.

Ausgaben für einen Hybridwechselrichter sind aufgrund seiner Funktionen nur zu 50 % zuwendungsfähig. Zusätzlich zur Einbindung des Speichers ins Gebäudestromnetz kann der Hybridwechselrichter auch den Gleichstrom aus den Solarmodulen in Wechselstrom zur direkten Einspeisung ins öffentliche Stromnetz umwandeln. Letzteres ist nicht förderrelevant.

Wer oder was wird nicht gefördert?

Nicht gefördert werden

  • Maßnahmen, die zum Zeitpunkt des Antragseingangs bei der ILB bereits begonnen wurden
  • Maßnahmen, für die nicht alle notwendigen öffentlichen Genehmigungen erteilt bzw. Verträge (zum Beispiel Netzanschlusszusagen) abgeschlossen werden
  • Maßnahmen, die nicht in Wohngebäuden im Land Brandenburg durchgeführt werden
  • die gesetzlich vorgeschrieben sind und/oder behördlich angeordnet wurden
  • die nicht innerhalb von zwölf Monaten nach Bescheiddatum abgeschlossen sind
  • Stromspeicher für Unternehmen
  • Stromspeicher für Ferienhäuser oder Zweitwohnsitze
  • alle Komponenten, die ausschließlich zur Erzeugung und zur Einspeisung von Solarstrom in das öffentliche Stromnetz erforderlich sind. (PV-Anlagen, Module usw.)
  • Reparatur- und/oder Ersatzteilbeschaffung
  • Umsatzsteuer
  • Betriebs- und Wartungskosten
  • Eigenleistungen (insbesondere eigene Planungsleistungen, Selbstbau und Selbstmontage von Anlagen)
  • gebrauchte Komponenten
  • Garantieverlängerungen
  • Ausgaben, die bar getätigt werden

Wie wird gefördert?

Das MWE bezuschusst mit dem Kleinspeicher-Programm Maßnahmen mit einem Betrag in Höhe von bis zu 30 Prozent der zuwendungsfähigen Nettoausgaben, maximal jedoch mit 3.000 Euro.

Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach dem Eigenverbrauchsanteil (= Anteil des selbstgenutzten Stroms bezogen auf den Jahresertrag der Photovoltaik-Anlage):

Eigenverbrauchsanteil
(mindestens)
Förderanteil
der zuwendungsfähigen Ausgaben
Förderhöchstbetrag
je Antrag
30 % 10 % 1.000 EUR
40 % 20 % 2.000 EUR
50 % 30 % 3.000 EUR

Der Zuschuss wird nach dem Erstattungsprinzip ausgezahlt. D. h. wir erstatten Ihnen im Falle einer Förderung die Fördermittel, nachdem Sie alle Rechnungen zur Fördermaßnahme bezahlt und diese bei der ILB eingereicht haben.

Wie ist das Antragsverfahren?

Anträge können im Rahmen von regelmäßigen Förderaufrufen über das ILB-Kundenportal online gestellt werden. Die Förderaufrufe werden unter der Rubrik "Aktuelles" auf der Internetseite der ILB veröffentlicht.

Bitte legen Sie sich zuerst ein Benutzerprofil als Person, das auf den Antragstellenden und damit künftigen Zuwendungsempfangenden lautet, an. Nach Registrierung gelangen Sie im Portal - wenn die ILB zur Antragstellung aufgerufen hat (Förderaufruf) - über die Maske "neuer Antrag" und dem Beantworten des Fragenkatalogs (Förderbereich "Energie", Förderprogramm "Kleinspeicherprogramm") zu Ihrem Förderantrag mit allen notwendigen Antragsunterlagen. Die zum Antrag zusätzlich einzureichenden Unterlagen sind im Kundenportalhochzuladen (z. B. beidseitige Personalausweiskopie). Auf unserer Internetseite steht Ihnen ein Erklärfilm zum Ausfüllen des Antrages zur Verfügung.

Zur Identifizierung des Antragstellenden und zum Nachweis des Hauptwohnsitzes ist die Kopie der Vor- und Rückseite des gültigen Personalausweises dem Antrag beizufügen (als Upload im ILB-Kundenportal). Die Einreichung der Reisepasskopie ist nur in Verbindung mit einer aktuellen Meldebescheinigung (nicht älter als 3 Monate) zulässig.

Sofern Sie bei Antragstellung noch nicht als Eigentümer im Grundbuch (Abteilung I) eingetragen sind, ist dem Antrag das vollständige Grundbuch mit der eingetragenen Auflassungsvormerkung (Abteilung II) beizufügen (als Upload im ILB-Kundenportal).

Aus rechtlichen Gründen ist die Seite "Erklärung zum Antrag" mit der Originalunterschrift des Antragstellenden postalisch an die ILB zu übersenden. Sobald die Erklärung zum Antrag im Original vorliegt, wird der Antrag in Bearbeitung genommen.

Gibt es mehrere Eigentümer, müssen alle Miteigentümer den im ILB-Kundenportal zu findenden Vordruck "Einverständniserklärung des Miteigentümers" gesondert ausfüllen. Bitte senden Sie diese Erklärung im Original unterschrieben an uns.

Sollten Sie über keinen eigenen Online-Zugang verfügen, ist die Unterstützung durch einen Dritten bei der Antragstellung möglich. Für die Wahrnehmung der Aufgaben muss dieser Dritte vor dem Tätigwerden bevollmächtigt werden. Der Dritte darf nicht das installierende Unternehmen sein. Die Vollmacht ist zusammen mit der Erklärung zum Antrag im Original bei der ILB einzureichen. Bitte beachten Sie, dass im Falle einer Vollmacht jegliche Kommunikation über den Bevollmächtigten via ILB-Kundenportal stattfindet.

Die Bekanntgabe der regelmäßigen Förderaufrufe mit den entsprechenden Informationen wird auf unserer Internetseite erfolgen. Der erste Förderaufruf beginnt am 1. November 2019. Nach den ersten 500 eingegangenen Online-Anträgen werden wir das Antragsfenster schließen, um die vorliegenden Anträge zeitnah bearbeiten und entscheiden zu können. Ist der erste Förderaufruf bearbeitet, werden wir unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus dem ersten Aufruf den nächsten Förderaufruf starten und weitere Informationen (z. B. Anzahl der zulässigen Anträge für den aktuellen Förderaufruf bzw. Dauer des Antragsfensters) veröffentlichen.

Geltungsdauer

Die Richtlinie tritt am Tag nach der Veröffentlichung im Amtsblatt für Brandenburg in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2022.

Gleichzeitig tritt die Richtlinie "1.000-Speicher-Programm" des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg vom 26. Juli 2018, veröffentlicht im Amtsblatt für Brandenburg Nr. 32 vom 15. August 2018, S. 678 ff., außer Kraft.

Vor Inkrafttreten dieser Richtlinie bei der ILB eingegangene Förderanträge für entsprechende Projekte, die noch nicht entschieden wurden, werden nach der Richtlinie "1.000-Speicher-Programm" behandelt.

Wer erteilt weitere Auskünfte?

Bei Fragen wenden Sie sich an das Infotelefon Kleinspeicher 0331 660-1200.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt werden:

  • Sie können mindestens 50 % Ihres jährlichen Strombedarfs über Ihre eigene Photovoltaikanlage (PV-Anlage) abdecken (sog. Autarkiegrad).
  • Sie können mindestens 30 % Ihres eigenerzeugten Stroms selbst verbrauchen (sog. Eigenverbrauchsanteil bzw. Eigenverbrauchsquote).
  • Sie nutzen das Gebäude als Hauptwohnsitz und ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken. Ein im Wohngebäude befindlicher Arbeitsplatz/Arbeitsraum für nicht selbstständige Tätigkeiten, z. B. von Arbeitnehmern bzw. Beamten, im Sinne eines Home-Office- bzw. Telearbeitsplatzes ist förderunschädlich.
  • Eine wirtschaftliche Tätigkeit im Haus darf hingegen ausschließlich durch das Betreiben der PV-Anlage ausgeübt werden. Andere wirtschaftliche Tätigkeiten (z. B. Arbeitsplatz/Büro im Haus bei selbstständiger Tätigkeit – auch des Ehepartners) sind förderschädlich. Auch, wenn die Adresse lediglich die Postanschrift eines Gewerbes ist, ist eine Förderung aus beihilferechtlichen Gründen nicht möglich.
  • Der erste (Bestell-)Auftrag (z. B. Auftrag an den Installateur) wird erst nach Antragstellung bei der ILB ausgelöst.
  • Die Maßnahme wird innerhalb von 12 Monaten nach Bescheiddatum umgesetzt.
  • Der Speicher muss mindestens 5 Jahre nach Zahlung der Fördermittel am Maßnahmeort verbleiben und entsprechend seiner Bestimmung genutzt werden (Zweckbindung).
  • Innerhalb der vergangenen 5 Jahre wurde keine Stromspeicherförderung des Landes Brandenburg in Anspruch genommen.
  • Fördermittel von anderen Stellen zur Finanzierung der Fördermaßnahme dürfen nicht mit dem Zuschuss aus dem Kleinspeicherprogramm kumuliert werden.
  • Notwendige öffentliche Genehmigungen sind eingeholt oder mindestens bei der zuständigen Stelle beantragt.

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