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Einsatz erneuerbarer Energien und Erhöhung der Energieeffizienz (RENplus)

Einsatz erneuerbarer Energien und Erhöhung der Energieeffizienz (RENplus)

Für dieses Förderprogramm können Sie derzeit keine neuen Anträge stellen.

Das Nachfolgeprogramm für Ihre Förderung finden Sie hier.

Die ILB fördert mit dem Programm RENPlus den Einsatz erneuerbarer Energien und Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und der Versorgungssicherheit im Rahmen der Energiestrategie des Landes Brandenburg.

Fördernehmer Einzelunternehmer, juristische Personen des privaten und des öffentlichen Rechts, in Einzelfällen Privatpersonen
Förderthemen Einsatz erneuerbarer Energien, Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz
Förderart Zuschuss
Fördergeber Land Brandenburg, Richtlinie des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegen zur Förderung des Einsatzes Erneuerbarer Energien, von Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und der Versorgungssicherheit im Rahmen der Energiestrategie des Landes Brandenburg (RENplus) vom 7. Juli 2010, in der Fassung vom 20. Dezember 2013, veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 3 am 22. Januar 2014
Mittelherkunft Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Land Brandenburg, EFRE

Das Ziel des Programms ist die Senkung des Energieverbrauches und der CO2-Emissionen und die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien. Ein weiteres Ziel der Förderung ist die Sicherung einer klimaschonenden Braunkohleverstromung sowie die Schaffung zukunftssicherer Energieversorgungsstrukturen und zukunftsfähiger Energietechnologien.

Die Förderung konzentriert sich auf die Markteinführung neu entwickelter technischer Lösungen, die eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz erwarten lassen, sowie auf die Breitenanwendung bereits eingeführter Techniken und Verfahren. Die Förderung erstreckt sich auch auf Maßnahmen der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit.

Wer wird gefördert?

Die ILB unterstützt mit dem Förderprogramm RENPlus:

  • juristische Personen des öffentlichen Rechts mit Ausnahme des Bundes
  • juristische Personen des privaten Rechts
  • Einzelunternehmer und Personengesellschaften, in Einzelfällen auch andere natürliche Personen.

Was wird gefördert?

Mit dem Förderprogramm fördert die ILB:

  • Projekte zur Erhöhung der Energieeffizienz, wie Energierückgewinnung
  • Investitionen in Wärmepumpensysteme
  • Investitionen in Anlagen der Kraft - Wärme – Kopplung, wie die Errichtung von Kraft - Wärme - Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) auf Basis fossiler Energieträger
  • technische Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz in Prozessabläufen der gewerblichen Wirtschaft
  • Investitionen in Wärme- und Kältespeicher sowie Nahwärmenetze· Projekte für den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien, wie zum Beispiel Investitionen
    • in Biomasseanlagen mit Ausnahme von Biogasanlagen
    • in Wasserkraftanlagen
    • in Tiefengeothermie-Anlagen
  • Projekte für die Generierung innovativer und effizienter Lösungen zur Energieerzeugung, -anwendung und –versorgung
  • Projekte zur Erarbeitung von Konzepten und Studien wie zum Beispiel regionale und sektorale Energiekonzepte
  • im Einzelfall auch die Förderungen von Veranstaltungen zur Umsetzung der Energiestrategie des Landes Brandenburg
  • Investitionen zur Einführung eines betrieblichen Energiemanagementsystems.

Wer oder was wird nicht gefördert?

Mit dem Förderprogramm können folgende Aufwendungen nicht gefördert werden:

  • Wärmerückgewinnungseinrichtungen in Wärmeerzeugungsanlagen zur Raumbeheizung, wie zum Beispiel Brennwertkessel, Abgaswärmetauscher etc.
  • Wärmeverteilungsanlagen
  • Investitionen, die nicht aktivierungsfähig sind
  • die Mehrwertsteuer, sofern Sie zum Vorsteuerabzug berechtigt ist
  • Finanzierungskosten, rechts-, steuer- und betriebswirtschaftliche Beratungen
  • Preisaufschläge bei Verkäufen zwischen verbundenen Unternehmen
  • Planungsleistungen für Vorhaben im Ein- und Zweifamilienhausbereich
  • Projekte, die auf der Grundlage von Mietkauf- und Leasingverträgen durchgeführt werden
  • Grunderwerbskosten, Baunebenkosten
  • Reparatur- sowie Ersatzteilbeschaffung, wobei Ausnahmen nur in begründeten Einzelfällen möglich sind
  • Projekte, die gesetzlich vorgeschrieben und/oder behördlich angeordnet wurden
  • Projekte mit einer Amortisationszeit von unter drei Jahren
  • Eigenleistungen, wie zum Beispiel Planungsleistungen, Selbstbau und Selbstmontage von Anlagen
  • Maßnahmen, deren dauerhafter wirtschaftlicher Betrieb nicht gesichert ist
  • Projekte, deren Zuwendungsbetrag unter 5.000 EUR liegt.

Wie wird gefördert?

Bei der Höhe der Zuwendung wird zwischen Unternehmen und Nichtunternehmen wie folgt unterschieden:

  • Unternehmen erhalten eine Zuwendung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses von 20 bis 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben abhängig von Fördergegenstand, Fördergebiet und Unternehmensgröße
  • Nichtunternehmen erhalten eine Förderung von bis zu 75 Prozent der förderfähigen Ausgaben.

Wie ist das Antragsverfahren?

Die Anträge zum Förderprogramm RENPlus reichen Sie bis spätestens zum 31. März 2014 bei der ILB ein. Alle notwendigen Formulare finden Sie im Dokumentencenter.

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt vom 1. Januar 2010 bis zum 30. Juni 2014.

Wer erteilt weitere Auskünfte?

Mitarbeiter der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH, der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) oder des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten (MWE) des Landes Brandenburg helfen Ihnen bei der Beantwortung Ihrer Fragen.

Bei Fragen wenden Sie sich an die Kundenberater der ILB, die Sie über das Infotelefon Wirtschaft und Infrastruktur 0331 660-2211 erreichen.

Die ILB kann keine Vorhaben mit Fördermitteln begleiten, mit denen vor Antragstellung begonnen worden ist.

Die ILB kann Ihnen nur eine Zuwendung gewähren, wenn Sie für denselben Verwendungszweck keine weitere Förderung aus den Mitteln des Strukturfonds der Europäischen Union erhalten.

Alle Anträge in diesem Programm müssen wegen des Auslaufens der Richtlinie bis zum 30. Juni 2014 beschieden sein. Anträge können deshalb nur bis zum 31. März 2014 angenommen werden.

Programminformationen

Ergänzende Informationen

Formulare

Informationen zur Auftragsvergabe

Informationen zur Originalbelegprüfung

Beispiel 1

Energieeffizienzmaßnahmen - Umweltschutz, der sich rechnet

Ein Maschinbauunternehmen im Nordosten des Landes Brandenburg mit mehr als 300 Mitarbeitern plant Ersatzinvestitionen in seinen Maschinenpark.

Der Anteil der Energiekosten am Umsatz ist in den letzten Jahren stetig gestiegen.

Energieeffizienz ist daher nicht nur aus Umweltschutzgründen wichtig, sondern aus wirtschaftlicher Sicht notwendig.

Die Maschinen, für die sich das Unternehmen nach umfänglicher Marktanalyse entscheidet, bewirken eine Energieeinsparung von mindestens 30 Prozent. Ohne Förderung würde die Amortisationszeit des Vorhabens 10 Jahre betragen.

Damit sind die entscheidenden Vorrausetzungen für eine Antragstellung bei der ILB für einen Zuschuss im Programm RENplus gegeben. Da es sich um eine Ersatzinvestition handelt, ist die Antragsberechtigung im Programm GRW-G nicht gegeben.

Liefer- und Leistungsverträge dürfen nach Antragstellung durch ein Nicht-KMU noch nicht abgeschlossen werden. Das Unternehmen erbringt daher den Nachweis, dass die Förderung mit einem Anreizeffekt verbunden ist. Hierzu nutzt es den Vordruck auf der Internetseite der ILB.

Als Großunternehmen (GU) in Brandenburg-Nordost ist eine Gesamtsubvention (= Summe der Subventionswerte aller öffentlichen Mittel für das Vorhaben) von 30 % für das Vorhaben möglich.

Der Wirtschaftsprüfer des Unternehmens bestätigt, dass keine Investitionszulage vom Finanzamt gewährt wird.

Zuschussprogramme des Bundes sind für das Vorhaben nicht verfügbar.

Gemeinsam mit der Hausbank überlegt das Unternehmen, welches zinsgünstige Darlehen hier zur Kofinanzierung zum Einsatz kommen kann.

Der Firmenkundenbetreuer der Hausbank empfiehlt das KfW-Energieeffizienzprogramm, das Unternehmen aller Größenordnungen zur Verfügung steht.

Bei Ersatzinvestitionen muss eine Energieeinsparung von mindestens 20 % erreicht werden, gemessen am Durchschnittsverbrauch der letzten 3 Jahre. Die Bedingung erfüllt das Unternehmen zwangsläufig, da es bereits die Einstiegshürde in RENplus von 30 % Energieeinsparung genommen hat. Diese Effekte sind für ein Großunternehmen nicht durch einen Sachverständigen zu bestätigen.

Finanzierungsquelle Betrag in EUR Subventionswert
in %
beihilfefreier Anteil
in %
Eigenmittel 175.000  
25,0
Hausbank-Kredit 200.000  
RENplus-Zuschuss 429.500 28,6  
Investitionszulage 0    
KfW-Energieeffizienz-
programm GU*
695.500 1,4  
Gesamt 1.500.000 30,0 25,0
*Stand 15.03.2013
KfW-Bonitätsklasse 2 / Besicherungsklasse 1 ergibt Preisklasse B: 1,70 % p.a. nominal
100 % Auszahlung; Laufzeit und Zinsbindung 10 Jahre davon 2 tilgungsfreie Anlaufjahre

Beispiel 2

Einführung eines Energiemanagmentsystems nach DIN EN 16001

Ein Energiemanagmentsystem dient der systematischen Erfassung der Energieströme und der laufenden Betriebsüberwachung. Gleichzeitig ist es eine gute Basis zur Entscheidung über Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz.

Energieexperten gehen durch die Einführung eines solchen Managmentsystems von einer Energiekosteneinsparung von bis zu 10 % in den ersten Jahren nach der Implementierung des Systems aus.

Ein mittelständisches Produktionsunternehmen aus Brandenburg/Havel hat die Vorteile eines solchen Systems für sich erkannt. Es beabsichtigt, das vorhandene Softwaresystem zur Messwerteerfassung anzupassen und zu erweitern. Dazu soll eine zentrale Anlagendatenbank implementiert werden, die Messwertauswertung- und darstellung wird mit einer Anlagen- und Meßnetzvisualisierung verknüpft und es werden zentrale Leistungs- und Verbrauchskennziffern gebildet. Die Simulation verschiedener Betriebs- und Laufzeitszenarien soll erste Einsparpotentiale aufzeigen. Ein Handbuch macht die Prozesse für die Mitarbeiter nachvollziehbar.

Die Gesamtausgaben werden mit 45.000 EUR veranschlagt. Die Förderhöhe ist abhängig von Unternehmensgröße und Standort.

Bei einem mittleren Unternehmen nach EU-Definition

(weniger als 250 Mitarbeiter und Jahresumsatz höchstens 50 Mio. EUR oder Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. EUR unter Berücksichtigung eventueller Verflechtungen des Unternehmens und/oder der Gesellschafter)

kann ein Zuschlag von 10 % auf den Basissatz von 20 % in der Förderregion Brandenburg Südwest bewilligt werden.

Finanzierungsplan

Finanzierungsquelle Betrag in EUR Subventionswert in EUR
Eigenmittel 31.500  
RENplus Zuschuss 13.500 30,0
Gesamt 45.000 30,0
  • Infotelefon Wirtschaft & Infrastruktur Infotelefon Wirtschaft & Infrastruktur
    Tel.: 0331 660-2211
    Fax: 0331 6606-1717
    E-Mail Kontakt