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Widrige Witterungsverhältnisse 2017

Für dieses Förderprogramm können Sie derzeit keine neuen Anträge stellen.

Mit dem Förderprogramm wird der teilweise finanzielle Ausgleich von Einkommensminderungen aufgrund von widrigen Witterungsverhältnissen an landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen gewährleistet.

Fördernehmer Unternehmen, unbeschadet der gewählten Rechtsform und Größe, deren Geschäftstätigkeit die Primärproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse umfasst.
Förderthemen Ausgleich von Schäden, die durch
- Frostereignisse im April 2017 in gartenbaulichen/obstbaulichen Unternehmen,
- starke und anhaltende Regenfälle Ende Juni/Anfang Juli 2017 oder
- erhebliche Niederschlagsdefizite in den Vorsommermonaten 2017 in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße
entstanden sind.
Förderart Zuschuss
Fördergeber Land Brandenburg, Richtlinie des Landes Brandenburg für die Gewährung von Zuwendungen zur Bewältigung von Schäden aufgrund widriger Witterungsverhältnisse im Jahr 2017 für landwirtschaftliche und gartenbauliche Unternehmen.
Mittelherkunft Land Brandenburg

Ziel des Programms ist der teilweise Ausgleich von Einkommensminderungen, die durch Frostereignisse, stark anhaltende Regenfälle sowie erhebliche Niederschlagsdefizite entstanden sind.

  • Widrige Witterungsverhältnisse 2017

    Die neue Richtlinie des Landes Brandenburg für die Gewährung von Zuwendungen zur Bewältigung von Schäden aufgrund widriger Witterungsverhältnisse im Jahr 2017 für landwirtschaftliche und gartenbauliche Unternehmen ist zum 27. November in Kraft getreten. Sie gilt bis zum 31. Dezember 2019.

Wer wird gefördert?

Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit die Primärproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse umfasst.

Der Zuwendungsempfänger muss seine Betriebsstätte im Land Brandenburg haben.

Was wird gefördert?

Gegenstand der Förderung ist der teilweise finanzielle Ausgleich von Schäden aufgrund der unter Ziffer 1.1 genannten widrigen Witterungsverhältnisse an landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen.

Die betroffenen Naturereignisse sind durch die oberste Landesbehörde als widrige Witterungsverhältnisse im Sinne von Artikel 107 Absatz 2 Buchstabe b des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union eingestuft worden.

Wer oder was wird nicht gefördert?

Unternehmen,

  • bei denen die Kapitalbeteiligung der öffentlichen Hand mehr als 25% des Eigenkapitals des Unternehmens beträgt,
  • die einer Rückforderungsanordnung aufgrund eines früheren Beschlusses der Kommission zur Feststellung der Rechtswidrigkeit und Unvereinbarkeit einer Beihilfe mit dem Binnenmarkt nicht Folge geleistet haben,
  • die sich im Sinne der Definition gemäß Randnummer 35 Ziffer 15 des Agrarrahmens in Schwierigkeiten befinden, es sei denn, die Schwierigkeiten sind auf das Schadereignis zurückzuführen,
  • die sich bereits vor Eintritt der unter Ziffer 1.1 genannten widrigen Witterungsverhältnisse in Liquidation befanden oder gegen die ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet war,

sind ausgeschlossen.

Wie wird gefördert?

Das Land fördert mit einem Zuschuss in Höhe von bis zu 80 Prozent.

Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von den eingehenden Anträgen und den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln. Die Zuschusshöhe wird nach Prüfung aller eingegangenen Anträge festgelegt.

Konditionen

Die Einkommensminderung eines betroffenen Produktionsverfahrens errechnet sich bei landwirtschaftlichen sowie gärtnerischen Kulturen aus der Differenz der durchschnittlichen Hektarerlöse zwischen Basiszeitraum und Schadensjahr multipliziert mit der geschädigten Fläche. Zur Vermeidung von Überkompensation sind etwaige Versicherungszahlungen, Hilfen Dritter (z. B. in Form von Spenden) und aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse nicht entstandenen Kosten von der Förderung abzusetzen.

Wie ist das Antragsverfahren?

Anträge sind vollständig und formgebunden schriftlich bis zum 20. Februar 2018 an die Investitionsbank des Landes Brandenburg als Bewilligungsbehörde zu richten.

Das für den Antragsteller zuständige Amt für Landwirtschaft bestätigt im Rahmen des Antragsverfahrens die fachliche Plausibilität der Angaben zu den von widrigen Witterungsverhältnissen betroffenen landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Flächen sowie zu den geltend gemachten Schäden.

Geltungsdauer

Die Richtlinie tritt zum 27. November 2017 in Kraft.

Wer erteilt weitere Auskünfte?

Die Mitarbeiter der ILB helfen Ihnen gern bei der Beantwortung Ihrer Fragen. Ihre Ansprechpartner bei der ILB erreichen Sie über die Telefonnummer 0331 660-1553.

Gemäß Ziffer 5.7 der Richtlinie gilt eine Bagatellgrenze von 2.500 Euro.

Zwischen dem außergewöhnlichen Naturereignis und dem Schaden, der dem Unternehmen entstanden ist, muss ein unmittelbarer kausaler Zusammenhang bestehen.

Es ist nachzuweisen, dass mehr als 30 % der durchschnittlichen Jahreserzeugung des landwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Unternehmens zerstört wurden.

Die durchschnittliche Jahreserzeugung ist der im vorangegangenen Dreijahreszeitraum durchschnittlich erzielte Naturalertrag aus allen im Unternehmen vorhandenen Produktionsverfahren oder der Dreijahresdurchschnitt auf der Grundlage des vorhergehenden Fünfjahreszeitraumes unter Ausschluss des niedrigsten und des höchsten Wertes.

  • Manuela Staake Manuela Staake Landwirtschaft/Umwelt
    Tel.: 0331 660-1553
    Fax: 0331 660-62409
    E-Mail Kontakt

Weitere Ansprechpartner

  • Annegret Frenzel Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft
    Referat 30
    Tel.: 0331 866-7615
    Fax: 0331 27548-7615
    Webseite
    E-Mail Kontakt

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