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Bürgschaften für Wohnungsbaudarlehen

Die ILB vergibt im Auftrag des Landes Brandenburg Bürgschaften für Wohnungsbaudarlehen. Das Förderprogramm ist auf Basis der Richtlinie, Übernahme von Bürgschaften zur Förderung des Wohnungswesens, des Ministeriums der Finanzen und des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft im Land Brandenburg angelegt.

Das Ziel des Programms ist die Förderung des Wohnungswesens im Land Brandenburg.

  • Die Bürgschaftsrichtlinie ist zum 1. September 2007 in Kraft getreten.

    Folgende Änderungen haben sich ergeben

    • Förderfähig sind nur noch Vorhaben, wenn diese innerhalb der Gebietskulisse der jeweils geltenden Wohnungsbauförderrichtlinien liegen. Die bisherigen Regelungen zur Gebietskulisse (Anlage 2 Nr. 3 der Allgemeinen Vertragsbedingungen) sind entfallen.
    • Eine Einschränkung hinsichtlich der Wohnfläche (bisherige Nr. 1.2 der Bürgschaftsrichtlinie) gibt es nicht mehr.

    Neu im Bürgschaftsverfahren ist, dass der Darlehensgeber und der Darlehensnehmer mit dem Antrag auf Übernahme einer Landesbürgschaft eine Bestätigung der Gemeinde/des Amtes einreichen muss, aus der hervorgeht, in welcher Kulisse sich das Bauvorhaben/Objekt befindet.

Wer wird gefördert?

Natürliche und juristische Personen als Eigentümer, Erbbauberechtigte oder sonstige Verfügungsberechtigte.

Was wird gefördert?

Landesbürgschaften werden für folgende Darlehenszwecke vergeben:

  • zur Schaffung von Wohnraum durch Wohnungsbau, einschließlich des erstmaligen Erwerbs des Wohnraums innerhalb der ersten zwei Jahre nach der Fertigstellung
  • zur Modernisierung von Wohnraum
  • zur Instandsetzung von Wohnraum
  • für den Erwerb von bestehendem Wohnraum zur Selbstnutzung.

Das Vorhaben muss innerhalb der Gebietskulisse der jeweils geltenden Wohnungsbauförderrichtlinie liegen.

Folgende Darlehen sind nicht an die Gebietskulisse gebunden:

  • · Darlehen zur Anschlussfinanzierung (Umschuldung) von bereits verbürgten Darlehen (auch bei gleichzeitigem Gläubigerwechsel).
  • Darlehen zur Finanzierung von Abschluss- und Stabilisierungsmaßnahmen bei Vorhaben, die bereits vor dem 31.12.2006 eine Bürgschaft nach Maßgabe dieser Richtlinie bzw. ein Baudarlehen des Landes (Landeswohnungsbauvermögen) erhalten haben, können auch dann verbürgt werden, wenn das Vorhaben sich nicht in die Gebietskulisse einordnet.

Wer oder was wird nicht gefördert?

Die ILB übernimmt keine Landesbürgschaften für folgende Bauten:

  • Wohnraum, der in der Ausstattung oder der Höhe der Kosten besonders aufwändig ist
  • Notunterkünfte jeder Art
  • Wohnraum, der nicht zur dauernden Führung eines Haushaltes geeignet und bestimmt ist, insbesondere nicht für Wochenendhäuser und Ferienwohnungen.

Die ILB gewährt keine Landesbürgschaften für folgende Darlehen:

  • Darlehen aus Mitteln öffentlicher Haushalte
  • Darlehen an die öffentliche Hand
  • Arbeitgeberdarlehen
  • Vor- und Zwischenfinanzierungsdarlehen,

Im Zeitpunkt der Antragstellung bereits bezugsfertige Bauvorhaben beziehungsweise bereits abgeschlossenen Modernisierungen oder Instandsetzungen.

Wie wird gefördert?

Landesbürgschaft für nachstellige Kapitalmarktdarlehen

  • Art der Förderung:
    Ausfallbürgschaft.
  • Konditionen:
    Die Bürgschaften werden nur für nachstellige Darlehen zur Deckung der Gesamtkosten übernommen, die von Kapitalsammelstellen gewährt und durch Hypotheken oder Grundschulden am Baugrundstück dinglich gesichert werden.
  • Bagatellgrenzen:
    Bürgschaften für Darlehen von weniger als 5.000 EUR werden nicht übernommen.
  • Bearbeitungsentgelt:
    Einmalig 2 Prozent des verbürgten Darlehensbetrages.

Übergangsbürgschaft für Darlehen mit erststelligem Beleihungsraum

  • Art der Förderung:
    Ausfallbürgschaft.
  • Konditionen:
    Wenn im Zeitraum der Darlehensgewährung erkennbar ist, dass aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen eine dingliche Sicherung durch ein Grundpfandrecht noch nicht möglich ist, bis zum Zeitpunkt der dinglichen Sicherung. Darlehensgewährung vom Betrag her nach Gesetz (§§ 11 und 12 des Hypothekenbankgestzes, § 54a Abs. 2 Nr. 1a des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen) oder Satzung allein gegen dingliche Sicherung im erststelligen Beleihungsraum möglich. Für Bausparkassendarlehen gilt insoweit § 7 Bausparkassengesetz. Übernahme nur für den Betrag, für den die Verzinsung und Tilgung des verbürgten Darlehens und der ihm vorgehenden oder gleichrangigen Lasten neben angemessenen Bewirtschaftungskosten, ohne Berücksichtigung der Abschreibung auf die Dauer gesichert erscheinen.
  • Bearbeitungsentgelt:
    Einmaliges Bürgschaftsentgelt in Höhe von 0,5 Prozent des zu verbürgenden Darlehens, höchstens jedoch 7.500 EUR.
    Ab Beginn des dritten Jahres nach Wirksamwerden der Bürgschaft wird ein laufender Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 0,5 Prozent jährlich des verbürgten Darlehens (Nominalbetrag) erhoben, höchstens jedoch 4.000 EUR jährlich je Bürgschaft.

Wie ist das Antragsverfahren?

Der Darlehensgeber und der Darlehensnehmer reichen den formgebundenen Antrag bei der ILB ein.

Die Antragsformulare erhalten Sie bei der Bürgschaftsstelle der ILB beziehungsweise finden Sie auf unserer Homepage.

Geltungsdauer

Diese Richtlinie gilt seit dem 1. September 2007.

Wer erteilt weitere Auskünfte?

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an das Infotelefon Wohnungsbau der ILB unter 0331 660-1322.

Beachten Sie, dass kein Anspruch auf die Übernahme der Bürgschaft besteht. Die ILB entscheidet nach pflichtgemäßen Ermessen im Rahmen der verfügbaren Mittel.

Kontakt

  • Maik Schulz Maik Schulz
    Tel.: 0331 660-1167
    Fax: 0331 660-1098
    E-Mail Kontakt
  • Sylvia Rückert Sylvia Rückert
    Tel.: 0331 660-1443
    Fax: 0331 660-1098
    E-Mail Kontakt
  • Infotelefon Wohnungsbau Infotelefon Wohnungsbau
    Tel.: 0331 660-1322
    Fax: 0331 660-1122
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