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Behindertengerechte Anpassung von vorhandenem Wohnraum

Die ILB fördert die behindertengerechte Anpassung in vorhandenem Wohnraum mit Zuschüssen.

Fördernehmer Vermieter oder Mieter von Mietwohnraum, selbst nutzende Wohneigentümer
Förderthemen Behindertengerechte Anpassung, Barrierefreiheit
Förderart Zuschuss
Fördergeber Land Brandenburg, Richtlinie zur Förderung des Abbaus von Barrieren bei vorhandenem Wohnraum vom 20. Juni 2014 - Änderungserlass vom 17. Dezember 2015
Mittelherkunft Land Brandenburg

Ziel ist die Verbesserung der Wohnsituation für schwerstmobilitätsbehinderte Personen in Mietwohnungen und in selbst genutztem Wohneigentum.

  • ILB setzt die Förderung der behindertengerechten Anpassung von Wohnraum fort

    Mit Runderlass vom 17. Dezember 2015 verlängerte das Ministerium für Infrastruktur und Landes-planung die Richtlinie zur Förderung des Abbaus von Barrieren bei vorhandenem Wohnraum (WohnraumanpassungsR).

    Ziel der Förderung ist die Verbesserung der Wohnsituation für schwerstmobilitätsbehinderte Men-schen. Für bauliche Maßnahmen und höhenüberwindende Hilfsmittel unterstützt das Land die betroffenen Menschen und ihre Haushaltsmitglieder weiterhin mit Zuschüssen bis zu 22.000 Euro. Das gilt für Mieter oder Vermieter von Mietwohnungen wie auch für Eigenheimbesitzer gleichermaßen. Die Förderung ist zunächst bis zum 31. Dezember 2017 befristet.

    Förderanträge können ab sofort bei der ILB gestellt werden. Unsere Kundenberater geben zu allen Fragen gerne Auskunft.

Wer wird gefördert?

Mit dem Programm zur behindertengerechten Anpassung fördert die ILB

  • Vermieter (Eigentümer, Erbbauberechtigte, sonstige Verfügungsberechtigte),
  • Mieter (bei Zustimmung des Vermieters) oder
  • selbst nutzende Wohneigentümer

mit Zuschüssen, wenn ein berechtigter Personenkreis zur Nutzung des anzupassenden Wohnraums nachgewiesen wird.

Zu dem berechtigten Personenkreis zählen Haushalte mit Personen, deren Art und Schwere der Behinderung eine besondere bauliche oder technische Ausstattung erfordert. Als Nachweis sind der Schwerbehindertenausweis und der Bescheid über die Anerkennung der Schwerbehinderung vorzulegen.

Was wird gefördert?

Die ILB fördert bauliche Maßnahmen zur nachträglichen behindertengerechten Anpassung. Das sind zum Beispiel

  • Verbreiterung von Türen, Entfernen von Türschwellen
  • Einbau automatischer Türöffner, Notruf- und Gegensprechanlagen
  • bauliche Veränderungen in Küche und Bad zum Abbau von Barrieren
  • bedarfsgerechte Umrüstung von Bedienungs-, Halte-, Stütz- und Hebevorrichtungen in der Wohnung
  • Schaffung von Rollstuhlabstellplätzen, insbesondere im Eingangsbereich des Wohngebäudes, im Zusammenhang mit anderen Maßnahmen
  • Sicherungsmaßnahmen an Fenstern und Türen von Erdgeschosswohnungen einschließlich der Rollläden.

Gefördert wird ferner der Einbau von Höhen überwindenden Hilfsmitteln, insbesondere rollstuhlgerechter Senkrecht-/Schrägaufzüge und die Schaffung barrierefreier Zugänge durch Rampen.

Alle Anforderungen nach der DIN 18040 sind hierbei zu gewährleisten. Teilmaßnahmen können nur im Einzelfall gefördert werden. Näheres hierzu regelt die WohnraumanpassungsR

Wer oder was wird nicht gefördert?

Mit dem Programm können keine Maßnahmen gefördert werden,

  • die vor Erteilung des Bewilligungsbescheides begonnen wurden
  • denen planungs- und baurechtliche Belange entgegen stehen
  • die im Rahmen anderer Förderrichtlinien des Landes Brandenburg oder mit Mitteln öffentlicher Haushalte gefördert werden oder deren Förderung bereits beantragt wurde
  • die ausschließlich aus Leistungen Dritter finanziert werden
  • zum Einbau von Treppensitzliften sowie Maßnahmen, die im Zusammenhang mit Treppensitzliften stehen

Wie wird gefördert?

Die ILB fördert mit Zuschüssen. Jeder Zuschuss beträgt bis zu 90 Prozent der anerkannten förderfähigen Kosten.

Des Höchstsatz je Wohnung beträgt:

  • 10.000 EUR für bauliche Maßnahmen (die Nummern entnehmen Sie der WohnraumanpassungsR)
  • 12.000 EUR für den Einbau von Höhen überwindenden Hilfsmitteln und automatischen Türöffnern

Die gleichzeitige Durchführung der Maßnahmen ist möglich. Leistungen Dritter können als Ersatz für Eigenleistung anerkannt werden.

Wie ist das Antragsverfahren?

Bitte reichen Sie das unterschriebene Antragsformular und folgende Unterlagen bei der ILB ein:

  • Bestätigung der Behindertenberatungsstelle und Kopie des Schwerbehindertenausweises
  • Kostenvoranschlag und Finanzierungsplan

Zusätzlich benötigen wir folgende Nachweise:

Bei Mietwohnungen

  • Erklärung des Vermieters sowie dessen Vereinbarung mit dem Mieter
  • Kopie des Mietvertrages

Bei selbst genutztem Wohneigentum

  • Eigentumsnachweis durch Kopie des Grundbuchauszuges.

Geltungsdauer

Die Richtlinie ist noch bis zum 31. Dezember 2017 gültig.

Wer erteilt weitere Auskünfte?

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an das Infotelefon Wohnungsbau der ILB unter 0331 660-1322.

Mietwohnungen müssen dem Berechtigten für den Zeitraum von mindestens zehn Jahren zur Nutzung überlassen werden.

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