Donnerstag, 22. Januar 2026

Starker Auftakt für den BPW 2026: Spree Monitoring gewinnt Hauptpreis

Sammelbild auf einer Bühne mit Sieger und Trophäen der OPreisträger vom BPW 2026

10.000 Euro Preisgeld für innovative Technologie zur Überwachung von Brücken und Ingenieurbauwerken

Berlin/Potsdam, 22.01.2026. Festliche Atmosphäre, gespannte Erwartung und ein verdienter Applaus: Vor rund 300 Gästen wurden gestern Abend in der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) die Gewinnerteams der 1. Phase des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg 2026 ausgezeichnet. Mit einer überzeugenden Geschäftsidee setzte sich die Spree Monitoring GmbH gegen die Konkurrenz durch und wurde bei der Preisverleihung in der ILB in Potsdam mit dem Hauptpreis und 10.000 Euro ausgezeichnet.

Zum erfolgreichen Abschluss der ersten Wettbewerbsrunde betonte Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller die Bedeutung des BPW für die Region:

"Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg ist eine sehr gute Plattform, die kreative Gründerinnen und Gründer dabei unterstützt, ihre innovativen Ideen in erfolgreiche Unternehmen zu verwandeln. Gerade in einer Zeit, in der nachhaltige und digitale Geschäftsmodelle immer wichtiger werden, zeigt das Gründungsprojekt, wie viel Potenzial in unserer Region steckt. Die erste Prämierung in diesem Jahr ist für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein erster Meilenstein, der nicht nur die besten Geschäftskonzepte auszeichnet, sondern auch Mut macht, neue Wege zu gehen und die Zukunft aktiv mitzugestalten. Ich freue mich sehr, dass mit dem BPW auch in diesem Jahr wieder ein starkes Netzwerk für Innovation und Unternehmertum bereitsteht, das wichtige Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft in Berlin und Brandenburg setzt."

Insgesamt nutzten neben dem Hauptpreisträger neun weitere Teams die Gelegenheit, ihre Geschäftsmodelle vorzustellen. Die präsentierten Ideen zeigten die große thematische Breite der ersten Wettbewerbsphase: von KI-gestützten Softwarelösungen für faires Recruiting und datenbasiertem Career-Coaching über nachhaltige Anreizsysteme für umweltfreundlichen Konsum bis hin zu Solartechnologien für emissionsärmere Logistik und digitalen Simulationsplattformen für die industrielle Fertigung.

In jeweils 90 Sekunden präsentierten die Gründerinnen und Gründer ihre Ideen und warben um die Stimmen des Publikums. Im Anschluss stimmten die Gäste vor Ort und online über den mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis ab. Besonders überzeugen konnte dabei das Team Movolta, das unter großem Applaus ausgezeichnet wurde.

Movolta bietet eine Solarlösung zur Nachrüstung von Kühl-LKWs an. Ultraleichte Solarmodule auf dem Fahrzeugdach liefern Strom für die Kühleinheit und reduzieren so den Einsatz des Dieselgenerators. Dadurch sinken Kraftstoffverbrauch, CO?-Emissionen und Lärmbelastung - insbesondere während Standzeiten auf dem Hof oder in der Nacht.

Die Nachrüstung ist innerhalb weniger Stunden möglich und erfolgt über mobile Teams oder Partnerwerkstätten. Ein digitales Portal macht die Einsparungen transparent und unterstützt Unternehmen bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die Lösung wird in flexiblen Finanzierungsmodellen angeboten und amortisiert sich in der Regel innerhalb weniger Jahre.

Hauptpreis für die Spree Monitoring GmbH

Für den zugrunde liegenden Businessplan wurde Spree Monitoring mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Das Unternehmen entwickelt ein System zur kontinuierlichen Überwachung von Brücken und Ingenieurbauwerken. Mithilfe eines innovativen, ultraschallbasierten Sensorverfahrens werden kleinste Veränderungen im Beton frühzeitig erkannt. So können Sicherheit und Nutzungsdauer kritischer Infrastruktur erhöht, ungeplante Sperrungen reduziert und Sanierungen vorausschauend geplant werden.

Die Preisübergabe erfolgte durch den Gastgeber und Vorstandsvorsitzenden der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), Ulrich Scheppan, gemeinsam mit Daniel Keller, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz des Landes Brandenburg als Vertreter der Brandenburger Schirmherrschaft des BPW.

Das Gewinnerteam zeigte sich überwältigt von der Auszeichnung. Niklas Epple, Mitgründer und Verantwortlicher für Softwareentwicklung und Datenanalyse, erläuterte, welche Bedeutung der Hauptpreis für das Start-up hat:

"Das ist für uns natürlich eine wahnsinnige Ehre und eine große Freude. Mit unserem Businessplan konnten wir die Jury überzeugen und zeigen, wir adressieren ein echtes Problem - oder sind zumindest auf dem richtigen Weg dorthin. Besonders wichtig ist für uns die Bestätigung, auch wirtschaftlich ein tragfähiges Konzept zu haben. Umso mehr freuen wir uns über diesen Preis"

Die hohe Beteiligung und die Vielfalt der eingereichten Konzepte spiegeln zugleich einen bundesweiten Trend wider, den auch die Investitionsbank des Landes Brandenburg beobachtet. Ulrich Scheppan ordnete die Ergebnisse der ersten Wettbewerbsphase entsprechend ein:

"Der aktuelle Next Generation Report des Startup-Verbandes ergab, dass die Gründungsdynamik in Deutschland im Jahr 2025 einen Höchststand erreicht und mit 29 Prozent mehr Gründungen noch mal deutlich gegenüber dem Vorjahr zugelegt hat. Besonders freuen wir uns, dass Berlin und Potsdam unter den TOP 5 der gründungsstärksten Städte Deutschlands liegen. Das zeigt, wie stark die Metropolregion aufgestellt ist und dass Gründerinnen und Gründer gerade in bewegten Zeiten mit Optimismus und Innovationsgeist in eine eigene Zukunft starten. Die Einreichungen des BPW sind ein weiterer Beleg dafür. So zeigen die besten zehn Teams der ersten Phase aus Brandenburg und Berlin eine große Bandbreite an Themen, die häufig von allgemeiner gesellschaftlicher Relevanz sind - so wie beim Siegerteam Spree Monitoring, das eine Schwachstelle bei Infrastrukturprojekten und besonders bei Brückenbauten schließen will. Wir freuen uns über diesen starken Start des BPW in 2026."

Der dreiphasige Wettbewerb läuft weiter: Die zweite Abgabefrist endet am 10. Februar 2026. Alle Interessierten können auch jetzt noch in den Wettbewerb einsteigen. Informationen zur Teilnahme und zu den weiteren Angeboten des BPW finden sich unter www.b-p-w.de.

Über den BPW

Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW)(öffnet externe Seite) ist Deutschlands größte regionale Existenzgründungsinitiative. Sie wird als länderübergreifende Initiative gemeinsam von der Investitionsbank Berlin (IBB)(öffnet externe Seite) und der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)(öffnet externe Seite) organisiert. Träger des BPW sind die Hochschulen in Berlin und Brandenburg. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass der Businessplan-Wettbewerb auf ein enormes Netzwerk an Expertinnen und Experten und Partnerschaften in den Bereichen der Unternehmensgründung und -entwicklung zurückgreifen kann. Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg wird gemeinsam durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin(öffnet externe Seite) und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz des Landes Brandenburg(öffnet externe Seite) unterstützt sowie aus Mitteln der Europäischen Union(öffnet externe Seite) kofinanziert.

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