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GRW-G Große Richtlinie

Die ILB fördert mit dem Programm GRW-G Große Richtlinie vor allem mittlere und große Unternehmen. Kleine Unternehmen können bei Vorhaben größer 2 Millionen EUR ebenfalls gefördert werden.

Fördernehmer Unternehmen in Brandenburg
Förderthemen Investitionen der gewerblichen Wirtschaft
Förderart Zuschuss
Fördergeber Land Brandenburg, Richtlinie des Ministeriums für Wirtschaft und Energie zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" - GRW - (GRW-G) - Große Richtlinie vom 15. Dezember 2017
Mittelherkunft Bund, Land Brandenburg

Das Ziel des Programms ist die Wettbewerbs- und Anpassungsfähigkeit der brandenburgischen Wirtschaft zu stärken. Mit dem Programm werden Arbeitsplätze im Land Brandenburg geschaffen und gesichert.

Gefördert werden Investitionsvorhaben von Unternehmen mit überregionalem Absatzmarkt.

  • Neue Richtlinie zur GRW-G-Förderung

    Die neuen Richtlinien des Ministeriums für Wirtschaft und Energie zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" GRW (GRW-G) wur-den am 31.01.2018 im Amtsblatt für Brandenburg veröffentlicht.

    Die Richtlinien finden Sie unter "Konditionen, Formulare und Dokumente" der jeweiligen Zuschussprogramme.

    Die ILB fördert mit dem Programm GRW-G Große Richtlinie vor allem mittlere und große Unternehmen. Kleine Unternehmen können bei förderfähigen Ausgaben (Sachkosten oder Lohnkosten) über 2,0 Millionen EUR eben-falls gefördert werden.

    Im Rahmen der Kleinen Richtlinie werden ausschließlich kleine Unternehmen gefördert, mit förderfähigen Ausgaben bis max. 2,0 Millionen EUR.

    Gefördert werden nur Vorhaben mit förderfähigen Ausgaben von mindestens 60.000,00 EUR (Kleine Richtlinie) bzw. 100.000,00 EUR (Große Richtlinie).

    Die Richtlinien traten rückwirkend zum 1. Januar 2018 in Kraft und laufen bis zum 31. Dezember 2020.

    Sie finden Anwendung für Anträge, die während ihrer Laufzeit gestellt und beschieden werden. Sie finden ferner Anwendung für GRW-G-Anträge, die bereits vor Inkrafttreten gestellt, aber noch nicht beschieden worden sind.

    Mit den Vorhaben darf mit Antragstellung (Posteingang) begonnen werden. Die Risiken liegen beim Antragsteller.

    Die Förderung kann in der Großen Richtlinie bis zu einem Höchstsatz von 10 Prozent erfolgen. Grundsätzlich erfolgt eine Basisförderung von 5 Prozent. Der Höchstsatz wird nur gewährt, wenn mindestens 3 Struktureffekte erfüllt sind, davon mindestens einer aus jeder Kriterien-Gruppe.

    Auf den Förderhöchstsatz kann für mittlere Unternehmen ein Zuschlag von 10 Prozent und für kleine Unter-nehmen ein Zuschlag von 20 Prozent gewährt werden.

    Im Geltungsbereich der Kleinen Richtlinie kann die Förderung bis zu einem Höchstsatz von 30 Prozent erfolgen.

    ln den Landkreisen Spree-Neiße, Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Uckermark und Barnim sowie den kreisfreien Städten Frankfurt (Oder) und Cottbus kann ein Zuschlag in Höhe von 10 Prozent gewährt werden.

    Sollten sich durch die geänderten Förderbedingungen Schwierigkeiten bei der Darstellung der Gesamtfinanzie-rung der Investitionsvorhaben ergeben oder sollte es Bedarf für eventuelle Zwischen- oder Vorfinanzierungen offener GRW-G-Zuschüsse geben, verweisen wir auf das Konsortialangebot in unserem Hause. Die ILB bietet mit dem Programm "ILB-Konsortialfinanzierung Mittelstand" eine langfristige Finanzierung für Investitionen von Brandenburger Unternehmen, die mindestens 3 Jahre am Markt aktiv sind, an. Die Finanzierung erfolgt in Form eines offenen Innenkonsortiums gemeinsam mit der Hausbank, die als Konsortialführer fungiert (nähere Hinweise siehe Internetseite der ILB unter Wirtschaft/Darlehen/ILB-Konsortialfinanzierung Mittelstand).

    Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Kundenbetreuer der ILB, die Sie über das Infotelefon Wirtschaft und Infrastruktur 0331 660-2211 erreichen.

Wer wird gefördert?

Die ILB fördert mit dem Programm GRW-G große Richtlinie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, ein-schließlich des Tourismusgewerbes, sofern sie den Primäreffekt erfüllen und nicht aufgrund ihrer Branche von der Förderung ausgeschlossen sind. Gefördert werden vorrangig Investitionen der gewerblichen Wirtschaft in Betriebsstätten im Land Brandenburg, die zu einem Kernbereich der folgenden Cluster gehören:

  • Energietechnik
  • Gesundheitswirtschaft
  • IKT/Medien/Kreativwirtschaft
  • Optik und Photonik
  • Verkehr/Mobilität/Logistik
  • Ernährungswirtschaft
  • Kunststoffe/Chemie
  • Tourismus
  • Metall

Was wird gefördert?

Folgende Projekte von kleinen und mittleren Unternehmen können im Rahmen des Programms gefördert werden:

  • Errichtung einer neuen Betriebsstätte
  • Ausbau der Kapazitäten einer Betriebsstätte (Erweiterung)
  • Diversifizierung der Produktion einer Betriebsstätte in neue zusätzliche Produkte,
  • grundlegende Änderung des Gesamtproduktionsverfahrens einer bestehenden Betriebsstätte,
  • Übernahme einer stillgelegten oder von Stilllegung bedrohten Betriebsstätte unter Marktbedingungen durch einen unabhängigen Investoren.

Große Unternehmen können im Rahmen des Programms nur gefördert werden, wenn es sich um Investitionen in eine neue Wirtschaftstätigkeit nach Art. 2 Nr. 51 der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 handelt:

  • Errichtung einer neuen Betriebsstätte,
  • Erwerb der Vermögenswerte einer Betriebsstätte, die geschlossen wurde oder ohne diesen Erwerb geschlossen worden wäre und die von einem Investor erworben wird, der in keiner Beziehung zum Verkäufer steht, sofern die neue Tätigkeit, die mit den erworbenen Vermögenswerten ausgeübt werden soll, nicht dieselbe oder eine ähnliche Tätigkeit wie die vor dem Erwerb in der Betriebsstätte ausgeübte Tätigkeit ist sowie
  • Diversifizierung der Tätigkeit einer Betriebsstätte, sofern die neue Tätigkeit nicht dieselbe oder eine ähnliche Tätigkeit wie die früher in der Betriebsstätte ausgeübte Tätigkeit ist.

Erstinvestitionen von großen Unternehmen zur einfachen Diversifizierung (Hinzunahme neuer Produkte oder neuer Prozessinnovationen können nur nach Einzelgenehmigung der Europäischen Kommission gefördert werden.

Ferner sind Investitionen von großen Unternehmen förderfähig, die das Unternehmen in die Lage versetzen, über die nationalen Normen und Normen der EU für den Umweltschutz hinauszugehen oder bei Fehlen solcher Normen den Umweltschutz zu verbessern (Umweltschutzbeihilfen). Es werden nur Vorhaben mit förderfähigen Ausgaben von mindestens 100.000 EUR gefördert.

Touristische Vorhaben werden in den Bereichen Gesundheitstourismus in staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorten, Rad- und Wassertourismus sowie Vorhaben, die zur Entwicklung innovativer oder zur Ergänzung bereits vorhandener touristischer Produkte beitragen, gefördert. Die Förderung von Verlagerungsinvestitionen von Berlin nach Brandenburg kann nur im Aus-nahmefall nach Zustimmung der entsprechenden Wirtschaftsverwaltung erfolgen.

Wie wird gefördert?

Es wird ein anteiliger Zuschuss auf die zuwendungsfähigen Ausgaben gewährt. Dabei kann zwischen einem sachkapitalbezogenen und einem lohnkostenbezogenen Zuschuss gewählt werden.

Höchstfördersätze

Die Förderung kann bis zu einem Höchstsatz von 10 Prozent erfolgen. Grundsätzlich erfolgt eine Basisförderung in Höhe von 5 Prozent.

Die Erfüllung von Struktureffekten wirkt sich auf die Höhe der Förderung aus.

Für mittlere Unternehmen kann ein Zuschlag von 10 Prozent auf die ermittelten Fördersätze gewährt werden. Für kleine Unternehmen ist ein Zuschlag von 20 Prozent möglich.

In den Landkreisen Spree-Neiße, Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Uckermark und Barnim sowie den kreisfreien Städten Frankfurt (Oder) und Cottbus kann ein weiterer Zuschlag in Höhe von 10 Prozent gewährt werden.

Wie ist das Antragsverfahren?

Der Antrag ist bei der ILB einzureichen. Die Gesamtfinanzierung des Vorhabens ist durch die Hausbank im Antrag grundsätzlich zu bestätigen.

Für die Förderung und die Höhe des Zuschusses ist die Haushalts-, Sach-, und Rechtslage zum Zeitpunkt der Bewilligung maßgeblich.

Geltungsdauer

Die Richtlinie trat am 1. Januar 2018 in Kraft und endet am 31. Dezember 2020.

Wer erteilt weitere Auskünfte?

Bei Fragen wenden Sie sich an die Kundenbetreuer der ILB, die Sie über das Infotelefon Wirtschaft und Infrastruktur 0331 660-2211 erreichen.

  • Mit dem Vorhaben darf mit Antragstellung (Posteingang) begonnen werden. Die Risiken liegen beim Antragsteller.
  • Bei Baumaßnahmen gelten Planung (Leistungsphasen 1-4 HOAI), Baugrunduntersuchung, Grunderwerb und Herrichten des Grundstücks (z.B. Gebäudeabbruch, Planieren) nicht als Beginn der Maßnahme, es sei denn, sie sind alleiniger Zweck der Zuwendung.
  • Zuschüsse werden grundsätzlich ab einer Beteiligung der Gesellschafter von mindestens 25 Prozent am Gesellschaftskapital oder 25 Prozent der Stimmrechte entsprechend der prozentualen Beteiligung durch Bürgschaft der Gesellschafter, durch Bankbürgschaft oder Bürgschaft Dritter besichert.
  • Sofern die bestehenden Dauerarbeitsplätze nicht um mindestens 15 Prozent erhöht werden, erfolgt eine Förderung nur, wenn der jahresdurchschnittliche Investitionsbetrag, die in den letzten 3 Jahren durchschnittlich verdienten Abschreibungen um mindestens 50 Prozent übersteigt. Bei Errichtung oder Übernahme gilt dies als erfüllt. Übernahme gilt dies als erfüllt. Darüber hinaus müssen die förderfähigen Kosten bei der Förderung von Investitionen für
    • grundlegende Änderungen des Produktionsprozesses höher sein, als die in den drei vorangegangenen Geschäftsjahren erfolgten Abschreibungen für die mit der zu modernisierenden Tätigkeit verbundenen Vermögenswerte bzw.
    • die Diversifizierung der Produktion einer bestehenden Betriebsstätte mindestens 200 Prozent über dem Buchwert liegen, der in dem Geschäftsjahr vor Beginn der Arbeiten für die wiederverwendeten Vermögenswerte verbucht wurde.
  • Das Vorhaben ist innerhalb von 6 Monaten nach Bestandskraft des Bewilligungsbescheides zu beginnen. Der Investitionszeitraum beträgt max. 36 Monate.
  • Die geförderte Betriebsstätte muss für mindestens 5 Jahre nach Ende des Investitionszeitraumes betrieben werden.
  • Die Zweckbindung der geförderten Wirtschaftsgüter und Dauerarbeitsplätze erfolgt für mindestens 5 Jahre nach Abschluss des Investitionsvorhabens.
  • Die Zweckbindung im Beherbungsgewerbe (Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und -häuser sowie Campingplätze) beträgt 10 Jahre.
  • Halbierung der Förderung, wenn das Unternehmen mehr als 10 Prozent Leiharbeitnehmer in der Betriebsstätte beschäftigt.
  • Unternehmen, die mehr als 30 Prozent Leiharbeitnehmer in der Betriebsstätte beschäftigen erhalten keine Förderung.

Kontakt

  • Infotelefon Wirtschaft & Infrastruktur Infotelefon Wirtschaft & Infrastruktur Tel.: 0331 660-2211
    Fax: 0331 6606-1694
    E-Mail Kontakt