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Natürliches Erbe und Umweltbewusstsein

Das Förderprogramm Gewährung von Zuwendungen für die Förderung des natürlichen Erbes und des Umweltbewusstseins dient der Förderung von Vorhaben zur nachhaltigen Sicherung und Entwicklung der biologischen Vielfalt im Land Brandenburg und Berlin.

Die Richtlinie unterteilt sich in sechs Förderschwerpunkte (Teil A - F).

Fördernehmer Je nach Förderschwerpunkt: juristische Personen des öffentlichen Rechts, juristische Personen des privaten Rechts, gemeinnützige juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts i. S. d. § 52 AO, natürliche Personen
Förderthemen Vorhaben zur nachhaltigen Sicherung und Entwicklung der Biologischen Vielfalt im Land Brandenburg und Berlin
Förderart Zuschuss
Fördergeber Land Brandenburg, Richtlinie des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung des natürlichen Erbes und des Umweltbewusstseins im Land Brandenburg und Berlin
Mittelherkunft Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), Land Brandenburg

Mit dem Programm soll die Lebensqualität im ländlichen Raum durch eine intakte und attraktive Landschaft erhalten und verbessert werden. Daraus sollen sich Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung der ländlichen Räume durch Verbesserung des Naturerlebnisangebotes ergeben.

  • Rückwirkende Änderung der Förderbedingungen zum 2. Februar 2016

    Die Richtlinie ist zum 5. August 2015 in Kraft getreten und gilt bis zum 31. Dezember 2020. Aufgrund der Notifizierung bei der EU-Kommission wurde die Richtlinie rückwirkend zum 2. Februar 2016 geändert.

    Die Frist für die Annahme von Anträgen endete für Teil A am 20. September 2015, für Teil B bis F am 15. Januar 2016.

    Stehen nach Abschluss der ersten Beantragungsrunde weitere Haushaltsmittel zur Verfügung, wird ein weiterer Antragstermin veröffentlicht. Erst dann können neue Anträge eingereicht werden!

Wer wird gefördert?

Je nach Förderschwerpunkt können die Antragsteller

  • juristische Personen des öffentlichen Rechts,
  • juristische Personen des privaten Rechts,
  • gemeinnützige juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts i. S. d. § 52 AO oder
  • natürliche Personen sein.

Was wird gefördert?

Die Richtlinie unterteilt sich in sechs Förderschwerpunkte:

Teil II A der Richtlinie

  • A 1.1 Erstellung von Natura 2000-Managementplänen auf der Grundlage des Handbuchs zur Managementplanung Natura 2000 im Land Brandenburg in der jeweils gültigen Fassung außerhalb der Nationalen Naturlandschaften und für besondere Arten und Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie.

Teil II B der Richtlinie

  • B 1.1 Förderung von Vorhaben zur Umweltsensibilisierung durch Initiierung von Umsetzungsvorhaben, Informationsveranstaltungen, Abstimmungen mit Landnutzern in Natura 2000-Gebieten und für FFH-Arten und Arten der Vogelschutzrichtlinie.

Teil II C der Richtlinie

  • C 1.1 Vorhaben, Projekte, Veranstaltungen und Materialien zur Umweltbewusstseinsbildung und Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit, von Kindern und Jugendlichen im außerschulischen Bereich oder von lokalen Akteuren.

Teil II D der Richtlinie

  • D 1.1 Anlage, Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung von Landschaftselementen und Biotopen sowie Wiederherstellung und Verbesserung des Landschaftsbildes sowie dazugehörige Informationsvorhaben und Vorarbeiten, sofern sie in unmittelbarer Verbindung mit der Projektdurchführung stehen und Voraussetzung für die Durchführung der Vorhaben sind.
  • D 1.2 Vorhaben des Artenschutzes in Brandenburg inklusive Vorarbeiten (außer bei der Förderung von Altbäumen), sofern sie in unmittelbarer Verbindung mit der Projektdurchführung stehen und Voraussetzung für die Durchführung der Vorhaben sind.
  • D 1.3 Ankauf von Flächen zur Vorbereitung der Umsetzung eines Vorhabens, das Bestandteil des Moorschutzprogrammes oder der Gewässerrenaturierung gemäß D 1.1 ist und für das ein Planfeststellungs- bzw. Plangenehmigungsverfahren erforderlich ist. Das Vorhaben muss in unmittelbarer Verbindung mit der Projektdurchführung stehen und Voraussetzung für die Durchführung der Vorhaben nach D 1.1 sein.

Teil II E der Richtlinie

  • E 1.1 Einrichtung und Aktualisierung von Dauerausstellungen und dazugehörigen Ausstellungsmodulen sowie Vorarbeiten, sofern sie in unmittelbarer Verbindung mit der Projektdurchführung stehen und Voraussetzung für die Durchführung der Vorhaben sind.
  • E 1.2 Neueinrichtung eines BIZ in Nationaler Naturlandschaft, sofern noch kein BIZ vorhanden ist sowie Vorarbeiten, sofern sie in unmittelbarer Verbindung mit der Projektdurchführung stehen und Voraussetzung für die Durchführung der Vorhaben sind.
  • E 1.3 Naturerlebnisorientierte Gestaltung des zum BIZ gehörenden und direkt daran angrenzenden Außengeländes sowie Vorarbeiten, sofern sie in unmittelbarer Verbindung mit der Projektdurchführung stehen und Voraussetzung für die Durchführung der Vorhaben sind

Teil II F der Richtlinie

  • F 1.1 Wegeleitsysteme zur Besucherlenkung inklusive Vorarbeiten, sofern sie in unmittelbarer Verbindung mit der Projektdurchführung stehen und Voraussetzung für die Durchführung der Vorhaben sind.
  • F 1.2 Naturinterpretation mittels Naturerlebniseinrichtungen wie z. B. Infopunkte, Beobachtungstürme und -plattformen, Themenwege inklusive Vorarbeiten, sofern sie in unmittelbarer Verbindung mit der Projektdurchführung stehen und Voraussetzung für die Durchführung der Vorhaben sind.

Wie wird gefördert?

Je nach Förderschwerpunkt, Antragsteller, Vorhabensausgestaltung und/oder Investitionsort können unterschiedliche Zuwendungen gewährt werden:

  • Zuschüsse in Höhe von 100 %,
  • Zuschüsse in Höhe von 85 % oder
  • Zuschüsse in Höhe von 75 %.

Gemeinkosten können in Höhe von 15 % der förderfähigen projektbezogenen Personalausgaben anerkannt werden.

Allgemeine Aufwendungen, etwa für Architektur- und Ingenieurleistungen sowie für Beratungen, Betreuung von baulichen Investitionen sind zuwendungsfähig, wenn nachgewiesen kann, dass ein Leistungs- und/oder Preiswettbewerb (mindestens drei Angebote) vorab erfolgt ist. Diese Kosten sind bis zu einer Höhe von insgesamt 20 von Hundert der förderfähigen Gesamtausgaben zuwendungsfähig.

Wie ist das Antragsverfahren?

Anträge sind inklusive aller Stellungnahmen (Ziffer 7.1.4 bzw. 7.1.5 der Richtlinie) vollständig und formgebunden bis zum 15. Januar des laufenden Haushaltsjahres bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg zu stellen. Stehen weitere Haushaltsmittel zur Verfügung können weitere Antragstermine des laufenden Haushaltsjahrs und veröffentlicht werden. Dem Antrag ist (außer bei Vorhaben gem. D.1.2 der Richtlinie zur Erhaltung von Altbäumen) eine Dokumentation des Ausgangszustandes beizufügen. Mit dem Verwendungsnachweis ist der Zustand nach Abschluss des Vorhabens im Rahmen eines Sachberichtes zu dokumentieren.

  • Eine Zuwendung kann grundsätzlich nur bewilligt werden, wenn die Zuwendung mehr als 5.000 Euro beträgt. Ausnahmen sind im Teil D der Richtlinie geregelt.
  • Die Projektauswahl erfolgt anhand von Auswahlkriterien mittels festgelegtem Punktesystem. Die Bewilligung der Anträge erfolgt in absteigender Reihenfolge bis zur Ausschöpfung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel.
  • Dem Antrag ist ab einem Investitionsvolumen von 50.000 Euro eine Bestätigung der Hausbank über die Sicherung der Gesamtfinanzierung beizufügen.
  • Die Mehrwertsteuer ist förderfähig, für den Fall, dass der Zuwendungsempfänger über den Zeitraum der Zweckbindung des Vorhabens nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist.
  • In Bezug auf die Anwendung der vergaberechtlichen Vorschriften gelten die einschlägigen Festlegungen in den ANBest EU gemäß § 44 LHO.

Programminformationen

Ergänzende Informationen

Formulare

Kontakt

  • Dr. Manja Dollase Dr. Manja Dollase
    Referatsleiterin
    Tel.: 0331 660-1577
    Fax: 0331 660-62402
    E-Mail Kontakt
  • Günter Schneider Günter Schneider
    Tel.: 0331 660-1531
    Fax: 0331 660-1660
    E-Mail Kontakt
  • Sandra Kupke Sandra Kupke
    Tel.: 0331 660-1565
    Fax: 0331 660-62408
    E-Mail Kontakt

Weitere Ansprechpartner

  • Kerstin Trick
    Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft
    Referat 43
    Tel.: 0331 866-7534
    Fax: 0331 27548-7534
    E-Mail Kontakt
  • Detlef Herbst
    Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft
    Referat 43
    Tel.: 0331 866-7756
    Fax: 0331 866-7158
    E-Mail Kontakt

Ansprechpartner für fachliche Stellungnahmen (Antragsunterlagen bitte auch per E-Mail)

  • Bodo Schwiegk Bodo Schwiegk
    Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Abteilung N
    E-Mail: Bodo.Schwiegk@LUGV.Brandenburg.de
    Tel.: 033201 442-410
    Fax: 033201 442-631
    E-Mail Kontakt

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