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Brandenburg-Kredit für den Mittelstand

Im Rahmen des Programms gewähren wir zinsgünstige Darlehen für bis zu 100 % Ihres Finanzierungsbedarfs. Zusätzlich bieten wir einen besonderen Zinsvorteil für kleine und mittlere Unternehmen.

Fördernehmer Gewerbliche Unternehmen und Angehörige freier Berufe (mindestens 5 Jahre nach Geschäftsaufnahme), natürliche Personen als Vermieter von Gewerbeimmobilien
Förderthemen Wachstums-/Erweiterungsinvestitionen, Betriebsmittel
Förderart Darlehen
Fördergeber ILB, Merkblatt Brandenburg-Kredit für den Mittelstand
Mittelherkunft ILB, KfW Bankengruppe
  • Einführung eines ergänzenden Fördermehrwertes

    Wir haben die Programmbedingungen im Brandenburg-Kredit - Mittelstand, Brandenburg-Kredit Gründung und Brandenburg-Kredit für den Ländlichen Raum angepasst.

    Grundsätzlich werden die Darlehen weiterhin durch die ILB für eine Laufzeit von bis zu 10 Jahren um bis zu 0,10 %-Punkte nom. p.a. zinsverbilligt. Sollte allerdings aufgrund des Zinsniveaus keine Zinsverbilligung möglich sein, wird die bereitstellungsprovisionsfreie Zeit auf 12 Monate ab Zusage verlängert. Dies gilt ab sofort für alle Zusagen..

    Die aktuellen Programmerkblätter finden Sie unter "Konditionen, Formulare und Dokumente".

  • Neue Konditionen ab 13. September 2017 im Brandenburg-Kredit Mittelstand

    Zum 13. September 2017 haben wir die Zinsen für den Brandenburg-Kredit für den Mittelstand erhöht. Die aktuellen Konditionen finden Sie unter "Konditionen, Formulare und Dokumente".

Wer wird gefördert?

Die ILB fördert mit dem Brandenburg-Kredit für den Mittelstand unter der Voraussetzung, dass Sie als Antragsteller seit mindestens 5 Jahren am Markt tätig sind:

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einem Gruppenumsatz bis 500 Mio. EUR
  • Freiberufler z. B. Ärzte, Steuerberater
  • natürliche Personen unabhängig vom Zeitpunkt der Aufnahme der Geschäftstätigkeit, die Gewerbeimmobilien vermieten oder verpachten

Was wird gefördert?

Mit dem Brandenburg-Kredit für den Mittelstand fördert die ILB Investitionen inklusive die Übernahme von Unternehmen und den Erwerb einer tätigen Beteiligung unter bestimmten Voraussetzungen sowie Betriebsmittel.

Eine Mitfinanzierung von Investitionen in anderen Bundesländern ist möglich, wenn das Unternehmen seinen Sitz im Land Brandenburg hat und das Vorhaben zur Sicherung /Schaffung von Arbeitsplätzen und der Stärkung der Ertragskraft dient (Brandenburg-Bezug).

Wer oder was wird nicht gefördert?

Eine Förderung folgender Vorhaben ist nicht möglich:

  • Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien
  • Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten
  • Umschuldungen (außer bei Betriebsmittelfinanzierungen), Anschlussfinanzierungen bestehender Darlehen sowie Nachfinanzierung bereits begonnener Vorhaben
  • Nebenerwerbstätigkeit
  • die alleinige Übernahme von Unternehmensanteilen im Sinne von Finanzinvestitionen (share deal)
  • Investitionen in Branchen, die gemäß EU-Beihilferecht ausgeschlossen sind

Wie wird gefördert?

Finanzierungsanteil bis zu 100 %
Darlehenshöchstbetrag Investitionen: maximal 25 Mio. EUR pro Vorhaben
Betriebsmittel: maximal 25 Mio. EUR
Auszahlung 100 %
Laufzeit/ tilgungsfreie Jahre Investitionen: bis zu 5/1, 10/2, 20/3
Betriebsmittel: 2/2 und bis zu 5/1
Zinsbindung maximal 20 Jahre
Zinsverbilligung maximal 10 Jahre um bis zu 0,10 % p. a. nominal
Zins- und Tilgungsrhythmus vierteljährlich nachträglich
Zinssatz immer aktuell
(siehe „Konditionen für Endkreditnehmer“)
Bereitstellungsprovision 0,25 % pro Monat beginnend 2 Bankarbeitstage und einen Monat nach Darlehenszusage

Sollte keine Zinsverbilligung möglich sein. verlängert sich die bereitstellungsprovisionsfreie Zeit auf 12 Monate ab Zusage.

Wie ist das Antragsverfahren?

Den schriftlichen Antrag für den Brandenburg-Kredit Mittelstand stellen Sie vor Beginn Ihrer Maßnahme über Ihre Hausbank bei der ILB.

Die Antragsformulare sind bei allen Kreditinstituten erhältlich.

Wie erfolgt die Besicherung?

Das Darlehen ist banküblich zu besichern. Form und Umfang dieser Besicherung vereinbaren Sie bitte mit Ihrer Hausbank. Die Nutzung einer öffentlichen Bürgschaft bzw. einer offenen Risikounterbeteiligung der ILB ist möglich.

Wer erteilt weitere Auskünfte?

Bei Fragen wenden Sie sich an die Kundenberater der ILB, die Sie über das Infotelefon Wirtschaft und Infrastruktur 0331 660-2211 erreichen.

Die Kombination mit öffentlichen Förderprogrammen ist unter Einhaltung der jeweils geltenden Kumulierungsvorschriften möglich. Die gleichzeitige Inanspruchnahme des KfW-Unternehmerkredits ist bis zu einem Kreditbetrag von maximal 25 Mio. EUR pro Vorhaben möglich.

Die Bereitstellung des Darlehens erfolgt auf Grundlage der EU-Verordnung für "De-minimis"-Beihilfen für Unternehmen.

Lassen Sie sich hierzu von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beraten.

Programminformationen

Konditionen

Ergänzende Informationen

Formulare

Publikationen

Beispiel 1

Investitions- und Warenlagerfinanzierung eines etablierten märkischen Unternehmens

Das vor 15 Jahren gegründete Internetversandhandels-Unternehmen ist am bisher angemieteten Standort an seine räumlichen Grenzen gestoßen. Es erwirbt daher in einem Gewerbegebiet im Süden von Brandenburg ein Grundstück und möchte darauf ein eigenes Betriebsgebäude errichten und mit notwendiger Ausstattung wie Regalen, Hebebühnen, Gabelstapler etc. versehen. Zur Erweiterung seiner Angebotsvielfalt ist die Aufstockung des Warenlagers erforderlich.

Ausgaben Betrag in TEUR
Hallenbau 1.500
Ausstattung 200
Investitionen gesamt 1.700
Warenlager 150

Das Unternehmen informiert sich auf der Internetseite der ILB und entdeckt den Brandenburg-Kredit für den Mittelstand (BKM). 100 % seines Finanzierungsbedarfs kann es über dieses zinsgünstige Förderprodukt abdecken. Die Konditionen für das Darlehen werden kundenindividuell durch die Hausbank festgelegt (in Abhängigkeit vom Risiko des Kreditausfalls, d.h. von dessen Besicherung und seiner wirtschaftlichen Situation (Bonität)). Die Obergrenzen bestimmt die ILB.

Der Geschäftsführer des Handelsunternehmens hat sich auf das Finanzierungsgespräch mit seiner Hausbank gut vorbereitet. Die letzten Jahresabschlüsse, die aktuelle BWA sowie die Ertrags- und Liquiditätsplanung hat er verfügbar und sich im Merkblatt der ILB zum risikogerechten Zinssystem (RGZS) gut informiert. Sein Wunsch ist es, sich dadurch an der Preisgestaltung für sein Darlehen aktiv zu beteiligen.

Nach dem 1. konkreten Finanzierungsgespräch zum BKM dokumentiert sein Firmenkundenbetreuer dieses Gespräch. Danach könnte das Unternehmen mit dem Vorhaben beginnen, wenn seine Hausbank innerhalb von 3 Monaten nach Vorhabensbeginn den Antrag bei der ILB einreicht.

Da das Unternehmen die EU-Kriterien für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erfüllt, nutzt es für seine Investitionen den besonderen Zinsvorteil im sogenannten KMU-Fenster des Brandenburg-Kredits. Die Finanzierung kann mit einer Laufzeit bis zu 20 Jahren bei maximal 3 tilgungsfreien Anlaufjahren erfolgen. Die Finanzierung der Aufwendungen für das Warenlager ist mit einer Laufzeit bis zu 10 Jahren bei maximal 2 tilgungsfreien Anlaufjahren möglich, da es sich um eine langfristige Aufstockung des Warenlagers handelt.

Das aktuelle Zinsniveau beeinflusst seine Entscheidung zur Zinsbindungsdauer. 20 Jahre Zinsbindung für Investitionen und 10 Jahre für Warenlager mit einer Zinsverbilligung der ILB für 10 Jahre ermöglichen eine verlässliche Kostenplanung.

Finanzierungsplan Investitionen

Finanzierungsquelle Betrag in EUR
Eigenmittel 200
BKM-KMU-Fenster 1.500
Gesamt 1.700
Konditionen BKM-KMU-Fenster (20/3/20)
(Stand 14.08.2017)
Bonitätsklasse 2 / Besicherungsklasse 2 ergibt Preisklasse B
2,90 % p. a. effektiv

Finanzierungsplan Warenlager

Finanzierungsquelle Betrag (in EUR)
BKM-KMU-Fenster 150
Gesamt 150
Konditionen BKM-KMU-Fenster (10/2/10)
(Stand 14.08.2017)
Bonitätsklasse 2 / Besicherungsklasse 2 ergibt Preisklasse B
1,61 % p. a. effektiv

Beispiel 2

Betriebsmittelfinanzierung für ein etabliertes Unternehmen in Brandenburg

Ein langjährig bestehendes Einzelhandelsgeschäft hat eine weitere Ladenfläche angemietet, wodurch ein zusätzlicher Betriebsmittelbedarf von 20.000 EUR besteht . Die Hausbank möchte dem Inhaber in dieser Übergangsphase liquiditätsseitig entgegenkommen und die vorhandene Kontokorrentlinie von 15.000 EUR umschulden. Eine Ablösung bestehender KfW- oder ERP-Kredite erfolgt in diesem Zusammenhang nicht.

Die günstigen Konditionen für kleine und mittlere Unternehmen werden auch für Betriebsmittel durch die ILB bereitgestellt und nicht nur für Investitionen.

Nach dem Finanzierungsgespräch beantragt die Hausbank einen Brandenburg-Kredit Mittelstand im KMU-Fenster mit einer Laufzeit von 5 Jahren einschließlich einem tilgungsfreien Anlaufjahr.

Beispiel 3

Erwerb und Umbau einer Gewerbeimmobilie zur Fremdvermietung

Aufgrund der regionalen Nachfragesituation beabsichtigt Herr Müller ein zentral gelegenes Gebäude im Norden von Brandenburg in Fürstenberg/Havel zu erwerben und zu einem medizinischen Versorgungszentrum auszubauen. Mieter sollen Ärzte, Apotheker und Physiotherapeuten unabhängig von der Dauer ihrer Selbstständigkeit sein.

Investitionen Betrag in TEUR
Gebäudeerwerb 2.500
Um- und Ausbau 3.500
Gesamt 6.000

Auf der Internetseite der KfW erfährt Herr Müller, dass er den ERP-Gründerkredit nicht nutzen kann, da keine (echte) Betriebsaufspaltung in Besitz- und Betriebsgesellschaft zwischen ihm und den Mietern vorliegt. Bei seiner Geschäftsstrategie ist folglich von einer Fremdvermietung auszugehen.

Der Kundenbetreuer der ILB empfiehlt ihm daher den Brandenburg-Kredit für den Mittelstand (BKM), denn bei Fremdvermietung ist das Kriterium „Unternehmensalter“ außer Kraft gesetzt.

Die Mieter erfüllen das Kriterium der gewerblichen Nutzung im BKM, denn es handelt sich um Freiberufler oder gewerbliche Unternehmen. Herr Müller möchte den Zinsvorteil des KMU-Fensters nutzen. Dafür muss er allein die Förderkriterien erfüllen.

Ursprünglich war vorgesehen, dass der Verkäufer der Immobilie den Um- und Ausbau im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Verkauf selbst durchführt. Die dann höheren Erwerbskosten hätte sich Herr Müller auch über BKM finanzieren lassen können, da eine Immobilie, die käuflich erworben wird, in diesem Zusammenhang nicht saniert werden muss.

Finanzierungsplan

Finanzierungsquelle Betrag in TEUR
BKM-KMU-Fenster 6.000
Gesamt 6.000

Kontakt

  • Infotelefon Wirtschaft & Infrastruktur Infotelefon Wirtschaft & Infrastruktur Tel.: 0331 660-2211
    Fax: 0331 6606-1694
    E-Mail Kontakt